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Politische und kulturelle Entwicklung Roms

Die Königszeit: Tabelle zur Geschichte

(753-510)

 

 
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Geschichte

v.Chr.
 
Kultur
   
753
Griechische Geschichte
21.Apr. 753 Gründung Roms
 
716
Griechische Geschichte
  • 716-715: Interregnum
    Liv.1,17,5-6: [5] ita rem inter se centum patres, decem decuriis factis singulisque in singulas decurias creatis qui summae rerum praeessent consociant. [6] decem imperitabant: unus cum insignibus imperii et lictoribus erat: quinque dierum spatio finiebatur imperium ac per omnes in orbem ibat, annuumque intervallum regni fuit. id ab re, quod nunc quoque tenet nomen interregnum, appellatum. (5) So machen die hundert Väter gemeinsame Sache, indem sie zehn Dekurien bilden und die einzelnen in die Dekurien wählen, die die Leitung des Gemeinwesens übernehmen sollten (6) Zehn herrschten, einer hatte die Insignien der Herrschaft und die Liktoren; die Herrschaft beschränkte sich auf fünf Tage und ging bei allen im Kreis herum. Die Unterbrechung der Königsherrschaft dauerte ein Jahr. Sie wurde der Lage der Dinge gemäß Zwischenreich genannt, ein Name, der auch jetzt noch besteht. (Üb. nach Gerlach)
 
715
Griechische Geschichte
  • 715-672: Numa Pompilius Anfangstext (Eutr.1,3) zweiter römischer König ist der Begründer der sakralen Ordnung. Während seiner gesamten Regierungszeit herrschte Frieden. Er soll sich dabei des Rates der Quellnymphe Egeria bedient haben, die, wenn nicht als seine Gattin, so doch als seine Geliebte gilt..
  • Er begründet Kultus und Religion:
    • Den Gottesdienst der Curien überträgt er den 30 Curionen, 
    • den Gottesdienst der Tribus überträgt er 3 Tribunen
    • Einsetzung verschiedener Priesterkollegien
      Liv.1,20,1-3: tum sacerdotibus creandis animum adiecit, quamquam ipse plurima sacra obibat, ea maxime, quae nunc ad Dialem flaminem pertinent. [2] sed quia in civitate bellicosa plures Romuli quam Numae similes reges putabat fore iturosque ipsos ad bella, ne sacra regiae vicis desererentur, flaminem Iovi adsiduum sacerdotem creavit insignique eum veste et curuli regia sella adornavit. huic duos flamines adiecit, Marti unum, alterum Quirino, [3] virginesque Vestae legit, Alba oriundum sacerdotium et genti conditoris haud alienum. his, ut adsiduae templi antistites essent, stipendium de publico statuit; virginitate aliisque caerimoniis venerabiles ac sanctas fecit. (1) Darauf richtete er sein Augenmerk auf die Wahl der Priester, obwohl er persönlich sehr viele Opfer besorgte, besonders diejenigen, die jetzt dem Priester des Iupiter (flamen Dialis) obliegen. (2) Aber weil er glaubte, dass in einem kriegerischen Staat mehr Könige dem Romulus als dem Numa ähnlich seien, und daher persönlich in den Krieg ziehen würden, so wählte er einen beständigen Priester als flamen für den Iupiter und zeichnete ihn durch ein besonderes Kleid und durch einen kurulischen Königsthron aus. Zu diesem fügte er noch zwei andere hinzu, einen für den Mars, einen anderen für den Quirinus. (3) Auch wählte er die Jungfrauen der Vesta, eine von Alba stammende Priesterwürde, die dem Geschlecht des Gründers nicht fremd war. Für diese setzte er einen Gehalt vom Staat aus, damit sie die beständigen Priesterinnen des Tempels wären, und verlieh ihnen Ehrwürdigkeit und Heiligkeit durch Jungfräulichkeit und andere heilige Bräuche.  (Üb. nach Gerlach)
    • Einsetzung der 
    • Durch die Institutionalisierung des Kultus und die Förderung von Grundbesitz und  Ackerbau schafft Numa Roms bürgerliche Ordnung.
 
672
Griechische Geschichte
  • 672-640: Tullus Hostilius, Anfangstext (Eutr.1,4) dritter römischer König. (Dion.Hal.ant.3,1,4)
  • Sieg über Alba Longa, dessen Einwohner er nach Rom überführt und auf dem Mons Caelius ansiedelt. Sie vermehren den Stamm der Luceres.
    Liv.1,30,1-3:Textanker Roma interim crescit Albae ruinis. duplicatur civium numerus; Caelius additur urbi mons, et, quo frequentius habitaretur, eam sedem Tullus regiae capit ibique habitavit. [2] principes Albanorum in patres, ut ea quoque pars rei publicae cresceret, legit, Iulios, Servilios, Quinctios, Geganios, Curiatios, Cloelios; templumque ordini ab se aucto curiam fecit, quae Hostilia usque ad patrum nostrorum aetatem appellata est. [3] et ut omnium ordinum viribus aliquid ex novo populo adiceretur, equitum decem turmas ex Albanis legit, legiones et veteres eodem supplemento explevit et novas scripsit. (1) Rom wächst indessen durch die Trümmer von Alba Die Zahl der Bürger wird verdoppelt, der Mons Caelius wird zur Stadt geschlagen, und damit er um so zahlreicher bewohnt werden möchte, erwählt ihn Tullus zum Herrschersitz und wohnt daselbst. (2) Die vornehmen Albaner wählte er unter die Väter, damit auch dieser Teil des Gemeinwesens wachse, die Tullier, Servilier, Quinctier, Geganier, Curiatier, Cloelier; und zum heiligen Versammlungsort für den von ihm vermehrten Stand erbaute er die Kurie, die bis auf die Zeit unserer Väter die "Hostilia" genannt wurde. (3) Damit die Kräfte aller Stände durch die neue Bevölkerung einen Zuwachs erhielten, so wählte er zehn Reiterturmen aus den Albanern, ergänzte die alten Legionen durch derselben Zuwachs und bildete neue. (Üb. nach Gerlach)
  • Krieg mit Fidenae, Veii und den Sabinern (ohne entscheidenden Erfolg). 
 
640
Griechische Geschichte
  • 640-616: Ancus Marcius, Anfangstext (Eutr.1,5; Vir.ill.5) vierter römischer König. (Dion.Hal.ant.3,36,1)
  • Er beginnt damit, Latium zu unterwerfen, und verpflanzt die Einwohner der besiegten Städte nach Rom. Dort siedelt er sie auf dem Aventin und im Tal zwischen Aventin und Palatin an. 
  • Eingemeindung der Gebiete rechts vom Tiber (Anlage der Salinen)
  • Erfolgreicher Krieg gegen Veii
  • Erbauung der Hafenstadt Ostia
  • Überbrückung des Tibers und Befestigung des Ianiculum
    Liv.1,33:Textanker Ancus demandata cura sacrorum flaminibus sacerdotibusque aliis, exercitu novo conscripto profectus, Politorium, urbem Latinorum, vi cepit; secutusque morem regum priorum, qui rem Romanam auxerant hostibus in civitatem accipiendis, multitudinem omnem Romam traduxit. [2] et cum circa Palatium, sedem ueterum Romanorum, Sabini Capitolium atque arcem, Caelium montem Albani implessent, Aventinum novae multitudini datum. additi eodem haud ita multo post, Tellenis Ficanaque captis, novi cives. [3] Politorium inde rursus bello repetitum, quod vacuum occupaverant Prisci Latini, eaque causa diruendae urbis eius fuit Romanis, ne hostium semper receptaculum esset. [4] postremo omni bello Latino Medulliam compulso, aliquamdiu ibi Marte incerto, varia victoria pugnatum est; nam et urbs tuta munitionibus praesidioque firmata valido erat, et castris in aperto positis aliquotiens exercitus Latinus comminus cum Romanis signa contulerat. [5] ad ultimum omnibus copiis conisus Ancus acie primum vincit; inde ingenti praeda potens Romam redit, tum quoque multis milibus Latinorum in civitatem acceptis, quibus, ut iungeretur Palatio Aventinum, ad Murciae datae sedes. [6] Ianiculum quoque adiectum, non inopia loci, sed ne quando ea arx hostium esset. id non muro solum sed etiam ob commoditatem itineris ponte sublicio, tum primum in Tiberi facto, coniungi urbi placuit. [7] Quiritium quoque fossa, haud parvum munimentum a planioribus aditu locis, Anci regis opus est. [8] ingenti incremento rebus auctis, cum in tanta multitudine hominum, discrimine recte an perperam facti confuso, facinora clandestina fierent, carcer ad terrorem increscentis audaciae media urbe imminens foro aedificatur. [9] nec urbs tantum hoc rege crevit sed etiam ager finesque. Silva Maesia Veientibus adempta usque ad mare imperium prolatum et in ore Tiberis Ostia urbs condita, salinae circa factae, egregieque rebus bello gestis aedis Iovis Feretri amplificata. (1) Ancus übertrug die Sorge für die Opfer den Flamines und anderen Priestern, brach mit dem frisch erworbenen Heer auf und nahm Politorium, eine latinische Stadt im Sturm. Nach der Sitte der früheren Könige, die die Macht Roms dadurch vermehrt hatten, dass sie die Feinde in die Bürgerschaft aufnahmen, führte er die ganze Bevölkerung nach Rom. (2) Und da rings um das Palatium, der Wohnstätte der alten Römer, die Sabiner das Capitolium und die Burg, den Cloelius die Albaner angefüllt hatten, wurde den neuen Bewohnern der Aventinus gegeben. Diesen wurden nicht lange danach, nach der Eroberung von Tellenae und Ficana, neue Bürger hinzugefügt. (3) Darauf wurde Politorium aufs neue mit Krieg heimgesucht, das die Latiner nach seiner Verödung wieder besetzt hatten. Dies war die Ursache, warum es die Römer zerstörten, damit es nicht immer ein Zufluchtsort der Feinde würde. (4) Zuletzt drängte sich der ganze Krieg um Medullia zusammen und hier wurde einige Zeit ohne Entscheidung mit abwechselndem Glück gefochten; denn die Stadt war durch Verschanzungen und eine starke Besatzung gesichert; auch hatten sich die Latiner in offenem Feld gelagert und waren mehrmals mit den Römern handgemein geworden. (5) Endlich bot Ancus seine ganze Macht auf, siegt zuerst in offener Feldschlacht und kehrt dann mit großer Beute beladen nach Rom zurück. Auch damals wurden viele tausend Latiner in die Bürgerschaft aufgenommen; ihnen wurden Wohnplätze an dem Tempel der Murcia angewiesen, um den Aventinus mit dem Palatinus zu verbinden. (6) Auch wurde noch das Ianiculum hinzugefügt, nicht aus Mangel an Raum, sondern damit dies nicht einmal zu einer feindlichen Festung würde. Man beschloss, diese nicht nur durch eine Mauer, sondern der größeren Bequemlichkeit des Weges wegen auch durch eine Pfahlbrücke über den Tiber, die damals zuerst gebaut wurde, mit der Stadt zu verbinden. (7) Auch der Graben der Quiriten, keine unbedeutende Verschanzung von der ebenen und leichter zugänglichen Seite der Stadt her, war ein Werk des Königs Ancus. (8) Da auf diese Weise der Staat einen ungemeinen Zuwachs erhalten hatte, fingen bei der ungeheueren Menschenmenge die Unterschiede von Recht und Unrecht an, sich zu verwirren, und es wurden insgeheim Verbrechen verübt. Daher wird mitten in der Stadt ein Gefängnis über dem Forum zum Schrecken der wachsenden Frechheit gebaut. (9) Aber nicht nur die Stadt nahm unter diesem König zu, sondern auch das Gebiet, und die Grenzen wurden erweitert. Der Mäsische Wald wurde den Veientern entrissen, die Herrschaft wurde bis zum Meer ausgedehnt und an der Tibermündung wurde die Stadt Ostia gebaut. Rundum wurden Salzwerke angelegt und nach diesen glorreichen Kriegstaten der Tempel des Iupiter Feretrius erweitert. (Üb. nach Gerlach)
 
616
Griechische Geschichte
  • 616-578: Tarquinius Priscus, Anfangstext (Eutr.1,6; Vir.ill.6) fünfter römischer König. Er wanderte aus dem etruskischen Tarquinii ein, wohin sein Vater Demaratos aus Korinth eingewandert war.
  • Er schließt die Unterwerfung von Latium ab, drängt die Sabiner zurück und besiegt die Etrusker
  • Von den Etruskern werden die Insignien der Königsmacht übernommen. 
  • Er erweitert den Senat aus dem dritten Stamm, die Luceres, um ein drittes Hundert, indem er in jeden vorhandenen Stamm die den Patriziern gleiche Zahl Plebeier aufnimmt (patres minorum gentium). Seinen weitergehenden Plan, drei Stämme der Plebeier neu zu bilden und so die Zahl der Stämme zu verdoppeln, hatte Attus Navius vereitelt. 
  • Er errichtete prachtvolle öffentliche Bauten: Die Hallen am Markt, den Circus maximus und die cloaca (Abwasserkanal); Beginn der Stadtmauer; Grundsteinlegung zum kapitolinischen Tempel.  
    Liv.1,35,8-10:Textanker [8] tum primum circo, qui nunc maximus dicitur, designatus locus est. loca divisa patribus equitibusque, ubi spectacula sibi quisque facerent; fori appellati; [9] spectavere furcis duodenos ab terra spectacula alta sustinentibus pedes. ludicrum fuit equi pugilesque ex Etruria maxime acciti. sollemnes deinde annui mansere ludi, Romani magnique varie appellati. [10] ab eodem rege et circa forum privatis aedificanda divisa sunt loca; porticus tabernaeque factae. (8) Damals wurde zuerst die Stelle für den Circus (Rennbahn) bezeichnet, der jetzt "Maximus" (der größte) heißt. Es wurden den Vätern und den Rittern Plätze angewiesen, wo jeder sich Sitze zum Zuschauen einrichten könnte. (9) Sie wurden "Fori" genannt. Die Sitze waren zwölf Fuß hoch über der Erde und durch Stützbalken getragen. Ross- und Faustkämpfer waren zu sehen, die man besonders aus Etrurien hatte kommen lassen. Diese wurden dann  jährlich  wiederkehrende Festspiele, die unterschiedlich die "Großen" oder die "Römischen" Spiele hießen. (10) Von demselben König wurden auch einzelnen Bürgern Bauplätze rings um den Marktplatz verteilt und Säulenhallen und Kaufläden angelegt. (Üb. nach Gerlach)
    Liv.1,38,5-7:Textanker [5] pax deinde est facta. maiore inde animo pacis opera incohata quam quanta mole gesserat bella, ut non quietior populus domi esset quam militiae fuisset. [6] nam et muro lapideo, cuius exordium operis Sabino bello turbatum erat, urbem, qua nondum munierat, cingere parat, et infima urbis loca circa forum aliasque interiectas collibus convalles, quia ex planis locis haud facile evehebant aquas, cloacis fastigio in Tiberim ductis siccat, [7] et aream ad aedem in Capitolio Iovis quam voverat bello Sabino, iam praesagiente animo futuram olim amplitudinem loci, occupat fundamentis. (5) Darauf wurde Frieden geschlossen. Groß waren die Anstrengungen im Krieg gewesen, aber mit noch großartigerem Geist wurden die Werke des Friedens begonnen, so dass das Volk nicht mehr Ruhe daheim als im Feldlager hatte. (6) Er trifft Anstalt, die Stadt, wo er sie noch nicht befestigt hatte, mit einer steinernen Mauer zu umgeben, ein Werk, dessen Anfang durch den Sabinischen Krieg unterbrochen worden war. Die niedrig gelegenen Teile der Stadt um den Marktplatz und andere von Hügeln eingeschlossene Täler legte er durch Abzugsgräben, die sich gegen den Tiber hin senkten, trocken, da das Wasser aus den ebenen Gegenden nicht leicht fortgeführt werden konnte. (7) Endlich richtete er für den Tempel des Iupiter auf dem Kapitol, den er im Sabinischen Krieg geweiht hatte, den Platz durch Unterbauten ein, weil er im Geist schon die zukünftige Bedeutung dieses Ortes ahnte. (Üb. nach Gerlach
  • ca. 600: Cloaca Maxima
578
Griechische Geschichte
  • 578-534: Servius Tullius, Anfangstext (Eutr.1,7; Vir.ill.7) sechster römischer König, der Sohn einer Sklavin (Ocrisia), der im Haus des Tarquinius Priscus aufgewachsen und sein Schwiegersohn war.
  • Neugliederung der Bürgerschaft (dispositio Serviana) nach dem Census (Vermögen statt Geburtsadel) in fünf classes und centuriae (Stimmbezirke). Mit den Centuriatskomitien (comitia centuriata) entwickelte sich eine Art Volksversammlung. Sie war auch für die Heereseinteilung bestimmend.
  • Auch die Ablösung der drei Romulus zugeschriebenen Tribus aufgrund der Stammesverbände durch die geographische Einteilung in vier städtische Tribus wird Servius Tullius zugeschrieben.
  • Dadurch, dass er auf dem Aventin ein für Römer und Latiner gemeinsames Heiligtum anlegt, baut er die Hegemonie Roms über Latium aus.
    Liv.1,45,1-3:Textanker aucta civitate magnitudine urbis, formatis omnibus domi et ad belli et ad pacis usus, ne semper armis opes adquirerentur, consilio augere imperium conatus est, simul et aliquod addere urbi decus. [2] iam tum erat inclitum Dianae Ephesiae fanum; id communiter a civitatibus Asiae factum fama ferebat. eum consensum deosque consociatos laudare mire Servius inter proceres Latinorum, cum quibus publice privatimque hospitia amicitiasque de industria iunxerat. saepe iterando eadem perpulit tandem, ut Romae fanum Dianae populi Latini cum populo Romano facerent. [3] ea erat confessio caput rerum Romam esse, de quo totiens armis certatum fuerat.  (1) Nachdem der Staat so durch die Erweiterung der Stadt gewonnen hatte und alles im Innern für die Bedürfnisse des Kriegs und des Friedens angeordnet war, gedachte er, nicht durch Waffengewalt die Macht zu erweitern, sondern auch durch Einsicht die Herrschaft zu vergrößern und zugleich der Stadt eine Zierde zu erwerben. (2) Schon damals war das Heiligtum der Diana von Ephesos weit und breit berühmt, das nach dem Gerücht gemeinsam von den asiatischen Städten gegründet worden war. Da Servius im Kreis der vornehmen Latiner, mit denen er absichtlich persönliche und politische Verbindungen und Gastfreundschaft geschlossen hatte, die Übereinstimmung und gemeinsame Gottesverehrung außerordentlich und zum wiederholten Male pries, brachte er sie endlich dahin, dass die Latiner mit dem Römischen Volk ein Heiligtum der Diana in Rom erbauten. (3) Darin lag das Geständnis, dass Rom Haupt des Bundes war, worüber man so oft mit Waffen gekämpft hatte. (Üb. nach Gerlach)
  • Er bezieht den  Viminal und Esquilin in die Stadt ein (Liv.1,44,3). ("Servianische Mauer" [agger Servii])
 
534
Griechische Geschichte
  • 534-510: Tarquinius Superbus, Anfangstext (Eutr.1,8) siebter und letzter römischer König. 
  • Er erweitert den Latinischen Bund und macht ihn vollständig von Rom abhängig. 
    Liv.1,52:Textanker  revocatis deinde ad concilium Latinis Tarquinius conlaudatisque, qui Turnum novantem res pro manifesto parricidio merita poena adfecissent, ita verba fecit: [ 2] posse quidem se vetusto iure agere, quod, cum omnes Latini ab Alba oriundi sint, in eo foedere teneantur, quo sub Tullo res omnis Albana cum colonis suis in Romanum cesserit imperium; [3] ceterum se utilitatis id magis omnium causa censere, ut renovetur id foedus, secundaque potius fortuna populi Romani ut participes Latini fruantur quam urbium excidia vastationesque agrorum, quas Anco prius, patre deinde suo regnante perpessi sint, semper aut exspectent aut patiantur. [4] haud difficulter persuasum Latinis, quamquam in eo foedere superior Romana res erat; ceterum et capita nominis Latini stare ac sentire cum rege videbant, et Turnus sui cuique  periculi, si adversatus esset, recens erat documentum. [ 5] ita renovatum foedus, indictumque iunioribus Latinorum, ut ex foedere die certa ad lucum Ferentinae armati frequentes adessent. [ 6] qui ubi ad edictum Romani regis ex omnibus populis convenere, ne ducem suum neve secretum imperium propriave signa haberent, miscuit manipulos ex Latinis Romanisque, ut ex binis singulos faceret binosque ex singulis; ita geminatis manipulis centuriones imposuit.  Darauf berief Tarquinius die Latiner wieder zur Versammlung, lobte sie, weil sie den empörerischen Turnus für seinen Hochverrat bestraft hätten, und hielt folgende Rede: (2) Er könne freilich ein altes recht geltend machen, weil alle Latiner, weil alle von Alba Longa ihren Ursprung hätten, durch den Vertrag gebunden seien, durch den die ganze albanische Macht mit ihren Pflanzstätten der römischen Herrschaft einverleibt worden sei. (3) Übrigens stimme er um des gemeinsamen Nutzens willen mehr dafür, diesen Vertrag zu erneuern, und dass eher die Latiner des Glücks des römischen Volkes teilhaftig würden, als eine Zerstörung ihrer Städte und Verheerung ihrer Ländereien, die sie früher unter der Regierung des Ancus, später unter seinem Vater erduldet hätten, entweder erwarteten oder erlitten (4) Es fiel nicht schwer, die Latiner zu überreden, obwohl nach diesem Vertrag die römische Macht das Übergewicht hatte. Übrigens sahen sie nicht nur, dass die Häupter des latinischen Volkes auf der Seite des Königs und mit ihm einverstanden waren, sondern Turnus war für jeden noch eine frische Erinnerung an seine eigene Gefahr, wenn er sich widersetzen wollte. ( 5) So wurde der Vertrag erneuert und der jungen Mannschaft der Latiner angekündigt, an einem bestimmten Tag vertragsgemäß beim Hain der Ferentina zahlreich bewaffnet zu erscheinen. ( 6) Da diese auf die Anordnung des römischen Königs von allen Völkern zusammenkamen, bildete er die Manipel aus Römern und Latinern, damit diese nicht ihren besonderen Anführer, ihren abgesonderten Oberbefehl und ihre eigenen Fahnen hätten, zerfällte also jede Manipel in zwei Abteilungen und bildete aus je zweien eine. Über die verdoppelte Zahl der Manipel setzte er Centurionen. (Üb. nach Gerlach)
  • Er beginnt den Krieg gegen die Volsker
    Liv.1,53,1-2:Textanker nec ut iniustus in pace rex, ita dux belli pravus fuit; quin ea arte aequasset superiores reges, ni degeneratum in aliis huic quoque decori offecisset. [2] is primus Volscis bellum in ducentos amplius post suam aetatem annos movit, Suessamque Pometiam ex iis vi cepit.  Der König war, wenn schon im Frieden ungerecht, kein schlechter Anführer im Krieg. Ja, er wäre in dieser Eigenschaft den früheren Königen gleich gekommen, wenn nicht die Entartung in anderer Beziehung auch diesen Ruhm geschmälert hätte. (2) Dieser begann zuerst den Krieg gegen die Volsker, der noch zweihundert Jahre nach seiner Zeit fortdauerte, und nahm ihnen die Stadt Suessa Pometia im Sturm weg. (Üb. nach Gerlach)
  • Er setzt sich über die Verfassung des Servius Tullius hinweg und herrscht tyrannisch (Dion.Hal.4,42,1-4,43-3)
    Liv.1,56,1-2: Intentus perficiendo templo, fabris undique ex Etruria accitis, non pecunia solum ad id publica est usus sed operis etiam ex plebe. qui cum haud parvus et ipse militiae adderetur labor, minus tamen plebs gravabatur se templa deum exaedificare manibus suis, quam postquam et ad alia, [2] ut specie minora, sic laboris aliquanto maioris traducebantur opera, foros in circo faciendos cloacamque maximam, receptaculum omnium purgamentorum urbis, sub terra agendam; quibus duobus operibus vix nova haec magnificentia quicquam adaequare potuit. (1) Eifrig mit der Vollendung des Tempels beschäftigt ließ er nicht bloß auf Staatskosten Werkleute aus Etrurien kommen, sondern er gebrauchte auch Arbeiter aus dem Volk. Da diese keineswegs unbedeutende Anstrengung zu den Beschwerden des Kriegsdienstes hinzukam, ließ sich doch das Volk eher gefallen die Tempel der Götter mit seinen Händen zu bauen, als dass es auch zu andern, ( 2) dem Anschein nach geringeren, aber bedeutend mehr Anstrengung erfordernden verwendet wurde, zur Anlage der Sitzreihen im Circus und um die Große Kloake zur Aufnahme aller Unreinlichkeiten der Stadt unter der Erde aufzuführen, zwei Werken, deren Größe kaum die neueste Prachtliebe erreichen kann. (Üb. nach Gerlach)
  • Er vollendet den Tempel des Iupiter Capitolinus, den sein Vater in Angriff genommen hatte. 
  • Patrizier und Plebeier tun sich zu seiner Vertreibung und zur Abschaffung der Monarchie zusammen. 
  • Zw. 550-500: Stein mit Inschrift unter dem lapis niger (Forum)
 
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Sekundärliteratur

  H.Bengtson | I.König | S.Lauffer (1) | S.Lauffer (2) | B.Niese | C.Peter | Ploetz | H.A.Stützer |
 
Sententiae excerptae:
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Die syrischen und palmyrenischen Kulte im römischen Dakien
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Die gotisch-römischen Beziehungen im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. Ein Forschungsbericht 1950-1970. I. Das 3. Jahrhundert
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 1: Von Cäsars Tod bis zur Erhebung Vespasians.
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 2: Von der Regierung Vespasians bis zur Erhebung Diokletians
Gotha (Perthes) 1883
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 3: Von Diokletian bis zum Tode Theodosius des Grossen
Gotha (Perthes) 1887
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Keltisch-lateinische Sprachkontakte im römischen Gallien der Kaiserzeit
in: ANRW II.29.2 (1983) 988-1018
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Die Sprachverhältnisse in den östlichen Provinzen des Römischen Reiches
in: ANRW II.29.2 (1983)
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Schwertheim, E.
Die orientalischen Religionen im römischen Deutschland. Verbreitung und synkretistische Phänomene
in: ANRW II.18.1 (1986) 794-813
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1966
Solin, H.
Juden und Syrer im westlichen Teil der römischen Welt. Eine ethnisch-demographische Studie mit besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Zustände [Indices s. am Schluß dieses Teilbandes]
in: ANRW II.29.2 (1983) 587-789
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Sommer, Michael
Römische Geschichte, Bd. 2: Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit (mit 16 Zeittafeln)
Stuttgart (Kröner) 2009
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Stier, H.E.
Augustusfriede und römische Klassik
in: ANRW II.2 (1975) 3-54
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Teja, R.
Die römische Provinz Kappadokien in der Prinzipatszeit
in: ANRW II.7.2 (1980) 1083-1124
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Temporini, Hildegard (Hg.)
Aufstieg und Niedergang der römischen Welt
Berlin [u.a.], 1972ff.
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Thomasson, B.E.
Zur Verwaltungsgeschichte der römischen Provinzen Nordafrikas (Proconsularis, Numidia, Mauretaniae)
in: ANRW II.10.2 (1982) 3-61
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Tovar, A. / Blázquez-Martinez, J.M.
Forschungsberich zur Geschichte des römischen Hispanien
in: ANRW II.3 (1975) 428-451
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Veser, Benjamin
Die römische Wirtschaft in der Provinz Germanien zur Kaiserzeit
(Grin Verlag) 2008
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2006
Vittinghoff, F.
Zur römischen Municipalisierung des lateinischen Donau-Balkanraumes. Methodische Bermerkungen
in: ANRW II.6 (1977) 3-51
booklooker

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Wehrli, F.
Einheit und Vorgeschichte der griechisch-römischen Romanliteratur
in: MH 22, 1965, 133-154
booklooker

2022
Werner, R.
Das Problem des Imperialismus und die römische Ostpolitik im zweiten Jahrhundert v. Chr.
in: ANRW I.1 (1972) 501-563
booklooker

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Wlosok, A.
Rom und die Christen. Zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischem Staat
Stuttgart 1970
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2029
Wolff, H.J.
Römisches Provinzialrecht in der Provinz Arabia (Rechtspolitik als Instrument der Beherrschung
in: ANRW II.13 (1980) 763-806
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Zapf, Georg Wilhelm
Muthmassungen über den Ursprung und das Alterthum des Heil. Römischen Reichs Stadt Aalen in Schwaben am Kocherfluss, und einem dortig gestandenen Lager der Römer : als einem Beweiss, dass sich die Macht derselben auch in diese Gegend erstreckt ; Mit einer Kupfertafel.
Schwabach, 1773
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