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Politische und kulturelle Entwicklung Roms

Das Imperium Romanum: 5.Abschnitt (Die letzten Kaiser: 337-476)

a) 337 - 367: Die Erben Konstantins
und 364 - 378: Das Haus Valentinians

 

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Anfang

Geschichte

v.Chr.

 
Kultur
   
Constantius II, Gold (London, Brit. Mus.)
Valentinianus I Bronzene Kolossalstatue (Barletta, Apulien)
Valentinianus I Bronzene Kolossalstatue, Profil (Barletta, Apulien)
Valentinianus I Gold (Brüssel)
Constantius II. (337-361) Gold (London, Brit. Mus.)
Flavius Valentinianus I. (364-375)
  Bronzene Kolossalstatue (Barletta, Apulien) Gold (Brüssel)
337
  • Konsulat des
    • Flavius Felicianus
    • Fabius Titianus
  • Konstantin d.Gr. stirbt am 22. Mai 337 auf seinem Zuge gegen die Perser in Nikomedeia. Angesichts seines Todes ließ er sich angeblich von Eusebius, dem Bischof von Nikomedeia, taufen. (Euseb.Vit.Const.4,61-70; Eutr.10,8; Aur.Vict.Caes.41,15)
Constantinus II (337-340) ———— Constans I. (337-350)
Constantius II. (337-361)
  • Seine drei Söhne Constantinus, Constantius und Constans teilen das Reich unter sich auf. Ihre konkurrierenden Vetter bringen sie bis auf die Halbbrüder Gallus und Iulianus um. Constantinus, der zuerst nach Konstantinopel eilte, wurde offenbar von seinen Soldaten zum Verwandtenmord gezwungen (Zosim.2,40)
  • Am 9. Aug. 337 wird Constantius II. zum Augustus für den Osten (Illyricum, Thracien, Macedonien, Italien und Africa) erhoben.
  • Iulianus und Gallus werden verwiesen. Iulianus hält sich zunächst zwei Jahre (337-338) in Nikomedeia (bei Bischof Eusebios) auf.
338
  • Konsulat des
    • Flavius Ursus
    • Flavius Polemius
  • Weil Schapur II. in Mesopatamien eingefallen war, und in Armenien eine perserfreundliche Partei den König Chosroes (Arsakes) vertrieben hatte, beginnt Constantius II. in der zweiten Jahreshälfte 338 seinen Krieg gegen die Perser, der sich fast ohne Unterbrechung meist mit Misserfolgen bis 363 hinzieht.
    • zunächst erfolglos. 339 Stiftung der ludi Persici. 343 und 348 Schlachten bei Singara. 348 Beginn größerer Kämpfe. Nach der Ermordung seines Bruders Constans durch Magnentius (350) sichert Constantius den Osten und wendet sich gegen den Usurpator.
    • Am 23. Febr. 358 hält sich eine persische Gesandtschaft in Constantinopel auf.
    • Am 24. Aug. 358 fallen Nikomedeia und andere Städte einem Erdbeben zum Opfer
    • 359 greift Schapur erneut an.
  • 338 Siege des Constans im Donaugebiet (Sarmatenfeldzug)
339
  • 339 Stiftung der ludi Persici.
340
  • Konsulat des
    • Septimius Acyndinus
    • Lucius Aradius Valerius Proculus (Populonius)
  • Kirchensynode in Antiocheia 340 und 341
341
  • Konsulat des
    • Antonius Marcellinus
    • Petronius Probinus
  • 341-342 Constans führt Kämpfe gegen die Franken und besiegt sie im Frühjahr 342.
342
343
  • Konsulat des
    • Marcus Maecius Memmius Furius Baburius Caecilianus Placidus
    • Flavius Pisidius Romulus
  • 343 Erste Schlacht gegen die Perser bei Singara.
344
  • Konsulat des
    • Flavius Domitius Leontius
    • Flavius Sallustius Bonosus
  • Kirchensynode in Serdica 344
345
  • Konsulat des
    • Flavius Amantius
    • Flavius Rufius Albinus
  • Der verwiesene Iulianus hält sich 345 in Macellum in Kappadokien auf, wo er sich der rhetorischen und philosophischen Ausbildung widmet.
346
347
  • Konsulat des
    • Volcacius Rufinus
    • Flavius Eusebius
 
348
  • Konsulat des
    • Flavius Philippus
    • Flavius Sallia
  • 348 Zweite Schlacht gegen die Perser bei Singara.
349
  • Konsulat des
    • Ulpius Limenius
    • Fabius Aco Catullinus Philomathius
 
 
 
Magnentius (350-353)
 
350
  • Konsulat des
    • Flavius Anicius Sergius
    • Flavius Nigrinianus
  • Am 18. Jan. 350 Erhebung des Magnentius zum Augustus in Augustodunum und Anerkennung im Westen. 350-353 römischer Kaiser
  • Vetranio wird am 1. März 350 von den Donaulegionen in Sirmium zum Augustus erhoben und unterstützt Magnentius, ergibt sich am 25. Dez. 350.
  • Constans wird im Krieg gegen den Gegenkaiser Magnentius ca. 19. Jan. 350 wird Constans durch Gaiso auf der Flucht vor dem Gegenkaiser Magnentius bei Castell Helena (am Fuß der Pyrenäen) ermordet.ermordet (Zosim.2,42; Eutr.10,9; Aur.Vict.Caes.41,23).
  • Nach der Ermordung seines Bruders Constans durch Magnentius bricht Constantius II. seinen Perserfeldzug ab. Er sichert den Osten und wendet sich gegen den Usurpator.
  • Vetranio ergibt sich am 25. Dez. 350 und dankt ab.
  • Um den Jahreswechsel 350/351 heiratet Magnentius seine Frau Iustina
 
351
  • 351 kehrt der verwiesene Iulianus nach Nikomedeia zurück. Dort machte er Bekanntschaft mit dem Neuplatonismus, was ihn trotz seiner christlicher Erziehung heimlich zum Heidenum zurückkehren lässt.
 
352
353
  • Constantius II. verbietet am 23. Nov. 353 nächtliche Opfer.
  • Kirchensynode in Arelate 353
354
  • Constantius lässt Gallus, den Halbbruder des Iulianus, den er 351 zum Caesar im Osten gemacht hatte, abberufen und töten (Amm.Marc.14,11).
  • Iulianus wird sieben Monate in Haft gehalten und vom Kaiser verhört. Auf Fürsprache der Kaiserin Eusebia wird ihm eine Bildungsreise nach Griechenland gestattet, die ihn Gregor von Nazianz und Basileios begegnen lässt.
  • Seit 354 Kämpfe gegen die Alamannen.
  • Am 1. Dez. 354 erfolgt die Schließung aller heidnischer Tempel
355
  • Konsulat des
    • Flavius Arbitio
    • Quintus Flavius Maesius Egnatius Lollianus (Mavortius)
  • Constantius beruft auf Eusebias Rat Iulianus zurück und ernennt ihn am 6. Nov. 355 zum Caesar.
  • Constantius verheiratet Iulianus mit seiner Schwester Helena und entsendet ihn nach Gallien, das schwer unter den Franken und Alamannen leidet (Amm.Marc.16,1-18,2; Iul.ad Ath.p.499-502).
  • 355 siegt Constantius II. am Bodensee gegen die Alamannen.
  • 355 erhebt sich in Köln der Franke und magister peditum Silvanus zum Gegenkaiser, kann sich aber nicht behaupten.
  • Kirchensynode in Mailand 355
  • Absetzung des Athanasios und seines Freundes Liberius, des Bischofs von Rom.
356
  • Constantius II. verbietet am 19. Febr 356 gänzlich den heidnischen Kult. Da sich die Heiden jetzt gewöhnlich auf dem Land verbergen, werden sie "pagani" genannt.
  • Am 1. Juni 356 werden die Reliquien des Hl. Timotheus und am 3. März 357 die der Apostel Andreas und Lukas nach Constantinopel gebracht
  • 356-359 Krieg gegen Franken und Alamannen:
    • Iulianus schafft in Gallien nach und nach Ordnung
    • Er erringt 357 einen bedeutenden Sieg bei Argentorate (Straßburg) und nimmt den Alamannenkönig Chnodomar gefangen.
    • Auch in den beiden Folgejahren erringt er Siege gegen Franken (358) und Alamannen (359) und betreibt die Reorganisation Galliens.
357
  • Die Alamannen erleiden durch Iulianus bei Argentoratum (Straßburg) eine Niederlage. Der Alamannenkönig Chnodomar wird gefangen genommen (Amm.Marc.16,12).
358
  • Konsulat des
    • Datianus
    • Naeratius Cerealis
  • Iulianus erringt einen Sieg über die Franken
  • 358 Sieg des Constantius II. über die Quaden, Sarmaten und Sueben.
  • Am 23. Febr. 358 hält sich eine persische Gesandtschaft in Constantinopel auf.
  • Am 24. Aug. 358 fallen Nikomedeia und andere Städte einem Erdbeben zum Opfer
359
  • Konsulat des
    • Flavius Eusebius
    • Flavius Hypatius
  • Der spätere Kaiser Gratianus (367-383) wird am 18. April 359 in Sirmium, als ältester Sohn des Kaisers Valentinianus I. geboren.
  • Iulianus erringt einen Sieg über die Alamannen
  • 359 greift Schapur erneut an.
  • 359 Kirchensynoden in Ariminum und Seleukeia (Isaur.)
360
  • Die Truppen in Gallien rufen, weil sie nicht mit Constantius gegen Schapur II. in den Osten ziehen wollen, im Frühjahr 360 Iulianus zum Augustus aus und nötigen ihn so zur Auflehnung gegen den Kaiser (Amm.Marc.20,4f.; Iul.ad Ath.p.521ff.). Constantius zieht gegen ihn zu Felde, Iulianus versucht, friedlich seine Anerkennung zu erzielen. Als ihm Constantius dies abschlägt (Amm.Marc.20,7f.), zieht ihm Iulianus entgegen, doch stirbt er am 3. Nov. 361.
Iulianus (360-363)
 
361
  • Konsulat des
    • Flavius Palladius Rutilius Taurus Aemilianus
    • Flavius Florentius
  • Noch bevor es zu einem Treffen zwischen beiden kommt, stirbt Constantius auf seinem Marsch am 5. Okt. 361 bei Mopsukrenai in Kilikien (Amm.Marc.21,15). Iulianus erfährt von seinem Tod bei Naissus in Moesien.
  • Flavius Iulianus Apostata ist Alleinherrscher (Charakteristik bei Eutr.10,16). Er versucht, das Christentum zugunsten eines durch christliche Elemente bereicherten Heidentums zurückzudrängen. Die Christen verlieren allgemein ihre Vorrechte und das durch das "Rhetorenedikt" vom 17. Juni 362 besonders das Recht, sich als Lehrer der Nationalliteratur zu betätigen (Amm.Marc.22,5,13; Amm.Marc.22,10,7. Amm.Marc.25, 4,20; Oros.7,30)
362
  • Konsulat des
    • Flavius Claudius Mamertinus
    • Flavius Nevitta
  • Das "Rhetorenedikt" vom 17. Juni 362 macht die Lehrberechtigung von einer Erlaubnis des Kaisers abhängig und ist eines der kaiserlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Christentums
363
  • Iulianus bricht am 5. März 363 von Antiocheia aus zu seinem Perserfeldzug auf. Er schickte Procopius über Armenien nach Assyrien ab. Er selbst folgt dem Euphrat, auf dem seine Flotte fuhr. Auf einem Kanal, den früher Traianus und Severus angelegt hatten, bringt er seine Flotte auf den Tigris. Er greift Ktesiphon an, gewinnt zwar eine Schlacht, kann die Stadt aber nicht nehmen. Er verbrennt seine Flotte, um dem Feind ins Landesinnere zu verfolgen. Versorgungsprobleme zwingen ihm zum Rückzug. Er will tigrisaufwärts nach Corduena entkommen. Er stirbt in der Nachz vom 26. auf den 27. Juni 363 bei Maranga am Tigris an den Verwundungen, die er auf diesem Rückzug erleidet (Amm.Marc.23,2-25,5). Die Legende erzählt, ein christlicher Suoldat habe ihn getötet.
Iovianus (363-364)
  • Von Iulianus' Truppen wird Flavius Iovianus bei Maranga am Tigris als Nachfolger ernannt (Amm.Marc.25,5-10; Eutr.10,17f.; Aur.Vict.Epit.44). Dieser geht mit Schapur einen schimpflichen Frieden ein. Er verliert dadurch die Gebiete, die Diocletianus gewonnen hatte. Außerdem die Städte Nisibis, Singara und die Festung Castra Maurorum.
  • Iovianus nimmt Iulianus' gegen die Christen gerichteten Verordnungen wieder zurück.
364
  • Iovianus tritt sein Konsulat am 1. Jan. 364 in Ankara an. Mitkonsul ist sein Sohn Varronianus.
  • Iovianus stirbt auf der Rückreise am 16. Febr. 364 in Dadastana (Bithynien) (Amm.Marc.25,10,12-17; Eutr.10,18). Er wird in der Apostelkirche in Constantinopel beigesetzt.

im Westen: Flavius Valentinianus I. (364-375)
im Osten: Valens (364-378)

Aur.Vict.Epit.45f.; Zosim.3,36-4,24; Amm.Marc.26,1-5

  • Iovianus' Nachfolger ist Flavius Valentinianus I. Sein Regierungsantritt erfolgt am 26.Febr. 364.
  • Er ernennt seinen Bruder Valens am 28. März 364 zum Mitkaiser. Zunächst ist Valens Mitregent seines Bruders Valentinianus I. Im Juli erfolgt die förmliche Teilung der Reichsverwaltung. Darauf ist Valens Ostkaiser.
  • Valentinian gewährt im Westen Religionsfreiheit. Valens aber ist Arianer und verfolgt im Osten die Athanasier (Amm.Marc.30,9,5)
365
  • Am 21. Jan. 365 wird der spätere Kaiser Valentinianus II. als Sohn des Kaisers Valentinianus I. und der Iustina geboren.
  • Am 28. Sept. 365 erhebt sich Procopius in Konstantinopel gegen Valens. Als Spross des constantinischen Hauses gewinnt er ein großes Gefolge.
  • Am 21. Juli 365 schweres Erdbeben im Norden Africas.
366
  • Am 18. Jan. 366 wird Valens' Sohn Valentianus Galates geboren.
  • Am 27. Mai 366 schlägt Valens den Aufstand des Procopius nieder, lässt ihn hinrichten und hält auch sonst ein schlimmes Strafgericht.
  • Sieg über die Alamannen, die gegen Reims und Paris vorrücken. Die zentrale Schlacht erfolgte "prope Catalaunos". Allerdings geht der Krieg weiter [ Vorverweis 368]. (Amm.Marc.26,5; Amm.Marc.26,9; Amm.Marc.26,14; Amm.Marc.27,1f.)
367
  • Konsulat des
    • Flavius Lupicinus
    • Flavius Iovinus
  • 367-369 1. Gotenkrieg: Krieg gegen die Westgoten, die Procopius unterstützt hatten. Valens nötigt Athanarich zum Frieden. 376 siedelte er sie in Thrakien an.
  • Am 24. Aug. 367 wird Gratianus von seinem Vater Valentinianus I. zum Augustus ernannt.
Gratianus mit Diadem, Bronze (Siscia, Kroatien)
Gratianus (367-383) mit Diadem, Bronze (Siscia, Kroatien)
Aufschrift: Dominus Noster GRATIANVS Pius Felix AVGustus
Bildquelle
Gratianus (367-383)
368
  • Die Alamannen greifen Mainz an. Valentinianus I. besiegt sie bei Solicinium (Schwetzingen) (Amm.Marc.27,10). Sein Sohn Gratianus hatte an diesem Feldzug teilgenommen.
369
  • Konsulat des
    • Flavius Valentinianus
    • Flavius Victor
 
370
  • Kaiser Valentinianus richtet Schulen ein (Cod.Theod.14,9,1f.)
  • Am 9. Apr. 370 wird die Apostelkirche in Constantinopel eingeweiht.
  • 370 dringen die Burgunder bis südlich von Mainz vor und verlangen vergeblich von Valentinianus die gegen die Alamannen versprochene Hilfe.
  • 370-374 ist Flavius Theodosius, der magister equitum des Kaisers Valentinianus I., des öfteren gegen die Alamannen siegreich, aber nicht entscheidend.
  • Hieronymus
  • Ambrosius
  • Decimus Magnus Ausonius
  • Ammianus Marcellinus
371
  • Die Hunnen besiegen 371 die Alanen
372
  • Konsulat des
    • Flavius Domitius Modestus
    • Flavius Arinthaeus (?)
 
373
  • 373 Perserkrieg: Valens greift auch in Armenien ein. Der Perserkönig Schapur hatte den armenischen König Arsakes töten lassen. Dessen Sohn Para (Warasdat) suchte bei Valens Hilfe und wurde von ihm wieder als König eingesetzt.
  • Die Hunnen waren waren inzwischen bis zur Donau vorgestoßen: 371 besiegten sie die Alanen, 373 die Ostgoten, 375 die Westgoten. Die besiegten Völker forderten Aufnahme in das Römische Reich. Bestochene Beamten hintertrieben die Bedingungen des Kaisers und und beuteten die Ostgoten aus, so dass Fritiger Krieg gegen Valens begann. Zunächst wich Fritiger zurück, aber Kaiser Valens fiel in der vernichtenden Niederlage am 9. Aug. 378 bei Adrianopel im Kampf gegen die Goten.
374
  • 374 hatten sich die Quaden und Sarmaten, nachdem sie zuvor Moesien und Pannonien verwüstet hatten, an der Donau festgesetzt.
375
  • Die Hunnen besiegen 375 die Westgoten.
  • Valentinianus begibt sich 375 persönlich gegen Quaden und Sarmaten in das Donaugebiet. Er erleidet aber am 17. Nov. 375 bei Verhandlungen mit den Quaden in Brigetio einen Schlaganfall und stirbt (Amm.Marc.29,6; Amm.Marc.30,5f.).
  • Gratianus herrscht als selbständiger Kaiser (375-383). Das Heer ist unzufrieden und setzt die Ernennung des erst zehnjährigen Valentinianus II. zum Mitkaiser durch. Gratianus stimmt notgedrungen zu, verweigert aber eine Reichsteilung.
  • Valens wird am selben Tag "Maximus Augustus"
Valentinianus II. (375-392)
  • Valentinianus II. wird zehnjährig am 22. Nov. 375, fünf Tage nach seinem Halbbruder Gratianus, zum Kaiser über den Westen (Italien, Illyrien, Africa) erhoben. Die Regierungsgeschäfte führte seine Mutter Iustina. Die Ernennung Valentinians erfolgte auf Betreiben des Hofes, besonders des Germanen Merobaudes. Der ältere Gratianus erkannte die Erhebung seines Halbbruders an. (Amm.Marc.30,10,4-6)
376
  • Auf der Flucht vor den Hunnen gelangen in einem ersten Stoß der Völkerwanderung etwa 200 Tausend Westgoten (Thervingi) unter Alavivus und Fritigern in römisches Gebiet, wo sie angesiedelt werden (Amm.Marc.31; Zosim.4,20-24; Oros.7,33)
  • Die Alanen, die östlichen Grenznachbarn der Westgoten über dem Don, werden 371 von den Hunnen geschlagen und zum Teil aufgesogen.
  • Diesseits des Don herrschte der Amalinger Hermanrich bis zum Baltischen Meer. Er tötete sich, als der Feind heranrückte. Sein Sohn Vithimiris erleidet eine Niederlage und fällt. Der Westgotenfürst Athanarich, will dem Feind zwar den Übergang über den Dnjester verwehren, muss aber fliehen. Seine Westgoten überqueren mit Erlaubnis des Valens die Donau (Amm.Marc.31,3f.)
  • Als Lupicinus den Westgoten aus Habsucht die Lebensmittel vorenthält, ergreifen sie die Waffen und plündern römisches Gebiet. Lupicinus versucht sich in Markianopel ihrer Hauptführer zu bemächtigen (Amm.Marc.31,5,1-8).
  • Den Westgoten folgen die Ostgoten (Greuthungi) unter Alatheus und Saphrax (Amm.Marc.31,4,12; (Amm.Marc.31,5,3).
  • 376 entscheidet Gratianus für Damasus gegen Ursinus
377
  • Profuturus und Traianus, die Feldherrn des Valens, versuchen die Westgoten, die sich durch Hunnen und Alanen verstärkt hatten, einzuschließen. Bei Salices, in der Nähe der südlichsten Donaumündung, kämpfte man unentschieden gegeneinander. Die Plünderungen setzen sich fort (Amm.Marc.31,7; Amm.Marc.31,8,4-9,5)
378
  • Gratianus führt Krieg gegen die Lentienser und erringt im Mai 378 bei Argentaria (bei Kolmar) einen Sieg.
  • Noch 378 eiliger Aufbruch des Gratianus in den Osten, um Valens gegen die Goten zu helfen.
  • Am 3. od. 9. Aug. 378 erleidet Valens bei Adrianopel eine vollständige Niederlage und fällt. Das Gebiet südlich der Donau steht, wenige feste Städte ausgenommen (Adrianopel, Perinth, Konstantinopel) , den Goten offen.
379

Theodosius I. (379-395)

Zosim.4,24-59; Aur.Vict.Epit.48

  • Konsulat des
    • Decimus Magnus Ausonius
    • Quintus Clodius Hermogenianus Olybrius
  • Theodosius führt den Krieg gegen die Goten mit mehr Glück und mehr Erfolg (Aur.Vict.Epit.48,5). Am 17. Nov. 379 trifft die Meldung des Sieges über die Goten, Alanen und Hunnen in Constantinopel ein
  • Am 3. Aug. 379 Edikt des Gratianus gegen die Ketzer.
  • Okt. 379 Konzil von Antiocheia.
Iovianus mit Diadem, Bronze aus Sirmium
Iovianus (363-364) mit Diadem, Bronze aus Sirmium. Aufschrift: Dominus Noster IOVIANVS Pius Felix AVGustus
 

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Sekundärliteratur

H.Bengtson | A.Demandt | A.Diele | Kienast | I.König | S.Lauffer (1) | S.Lauffer (2) | B.Niese | C.Peter | Ploetz | Chr.Scarre | H.Schiller | H.A.Stützer |

 

Sententiae excerptae:
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Adamietz, J.
Römische Satire. Grundriß der Literaturgeschichten nach Gattungen
Darmstadt (WBG) 1986
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Krise des Römischen Reiches
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Legionslegaten der römischen Rheinarmeen. Epigraphische Studien 3
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Alföldi, A.
Römische Sozialgeschichte
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Alföldy, G.
Legionslegaten der römischen Rheinarmeen
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Epochen der römischen Geschichte von den Anfangen bis zum Beginn der Weltherrschaft. I-II.
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Krise der Alten Welt im 3. Jahrhundert n. Zw. und ihre Ursachen - Mit Beiträgen von E. Trautmann-Nehring (nur Bd. I und III erschienen)I.: Die außerrömische Welt; III.: Götter und Kaiser
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Römische Religion als Idee
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Die römische Kaiserzeit : von Augustus bis Diokletian
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 2: Von der Regierung Vespasians bis zur Erhebung Diokletians
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Die Sprachverhältnisse in den östlichen Provinzen des Römischen Reiches
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Die orientalischen Religionen im römischen Deutschland. Verbreitung und synkretistische Phänomene
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Juden und Syrer im westlichen Teil der römischen Welt. Eine ethnisch-demographische Studie mit besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Zustände [Indices s. am Schluß dieses Teilbandes]
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Zur Verwaltungsgeschichte der römischen Provinzen Nordafrikas (Proconsularis, Numidia, Mauretaniae)
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Die römische Wirtschaft in der Provinz Germanien zur Kaiserzeit
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Vittinghoff, F.
Zur römischen Municipalisierung des lateinischen Donau-Balkanraumes. Methodische Bermerkungen
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Wehrli, F.
Einheit und Vorgeschichte der griechisch-römischen Romanliteratur
in: MH 22, 1965, 133-154
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Werner, R.
Das Problem des Imperialismus und die römische Ostpolitik im zweiten Jahrhundert v. Chr.
in: ANRW I.1 (1972) 501-563
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Wlosok, A.
Rom und die Christen. Zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischem Staat
Stuttgart 1970
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Wolff, H.J.
Römisches Provinzialrecht in der Provinz Arabia (Rechtspolitik als Instrument der Beherrschung
in: ANRW II.13 (1980) 763-806
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Zapf, Georg Wilhelm
Muthmassungen über den Ursprung und das Alterthum des Heil. Römischen Reichs Stadt Aalen in Schwaben am Kocherfluss, und einem dortig gestandenen Lager der Römer : als einem Beweiss, dass sich die Macht derselben auch in diese Gegend erstreckt ; Mit einer Kupfertafel.
Schwabach, 1773
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