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C.Sallustius Crispus

Die Catilinarische Verschwörung

De Catilinae coniuratione
ΣΑΛΛΟΥΣΤΙΟΥ ΚΑΤΙΛΙΝΑΣ

5,1-8

 Catilinas Charakter

 
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  1. Charakteristik Catilinas (5,1-8) und ihre Einordung in eine Skizze der gesamten römischen Vergangenheit. (5,9-13,5)
    1. Catilina stammt aus edlem Geschlecht und besitzt bedeutende Körper- und Geisteskraft; aber durch seine böse Anlage ist er die förmliche Umkehrung des römischen Menschen:
      1. Missbrauch seiner Fähigkeiten zu Krieg und Raub im Innern;
      2. Sein Willenstrieb gleitet ab zu Verstellung, Habsucht, Sinnenlust, Schrankenlosigkeit;
      3. Sein Ziel: Gewaltherrschaft im Staat (gesteigert durch Mittellosigkeit und schlechtes Gewissen).
    2. Letzter Antrieb ist die allgemeine Entartung des römischen Staates, innerhalb deren sich Catilina als bloßer Repräsentant erweist.
    3. Sallusts Charakterisierung des Catilina war für Tac.ann.4,1 inhaltlich und formal das Vorbild für die Charakteristik des Aelius Seianus. (Ein Vergleich als Thema einer Facharbeit geeignet.)

Zusammenfassung zu J.Vogt (39-71)

   
V (1) Lucius Catilina entstammte einem adligen Geschlecht, besaß große Geistes- und Körperkraft, aber ein schlechtes und verrottetes Herz. (2) Sobald er erwachsen war, fand er nur an Bürgerkriegen, Morden, Rauben und Zwietracht unter den Bürgern Gefallen, und damit beschäftigte er sich in seiner Jugend.  (1) L.Catilina, nobili genere natus, fuit magna vi et animi et corporis, sed ingenio malo pravoque. (2) huic ab adulescentia bella intestina caedes rapinae discordia civilis grata fuere, ibique iuventutem suam exercuit.
(3) Sein Körper war gegen Hungern, Frieren und Nachtwachen abgehärtet, mehr als wohl einer glaubt; (4) sein Geist frech, hinterlistig, bunt schillernd und fähig, beliebig alles zu erheucheln und zu verbergen. Lüstern nach fremdem Gut war er mit dem eigenen verschwenderisch, glühend in seinen Wünschen; Beredsamkeit genug, Weisheit zu wenig.     (3) corpus patiens inediae algoris vigiliae, supra quam quoiquam credibile est. (4) animus audax subdolus varius, quoius rei lubet simulator ac dissimulator, alieni adpetens, sui profusus, ardens in cupiditatibus; satis eloquentiae, sapientiae parum.

(5) Sein wüster Sinn strebte immer nach dem Maßlosen, Unwahrscheinlichen, schwindlig Hohen. (6) Ihn hatte seit der Alleinherrschaft des Lucius Sulla die heftigste Lust ergriffen, die Macht im Staat an sich zu reißen; mit welchen Mitteln er dies erreiche, kümmerte ihn, sofern er sich dadurch nur die Königsmacht gewinne, nicht im geringsten.

(5) vastus animus inmoderata, incredibilia, nimis alta semper cupiebat. (6) hunc post dominationem L. Sullae lubido maxuma invaserat rei publicae capiundae; neque id quibus modis adsequeretur, dum sibi regnum pararet, quicquam pensi habebat. 
(7) Sein stürmisches Herz wurde von Tag zu Tag durch den Mangel an Vermögen und das Bewusstsein seiner Verbrechen stärker aufgewühlt; beide hatte er durch die Lebensgewohnheiten gesteigert, die ich oben erwähnt habe. (8) Außerdem stachelten ihn die verderbten Sitten der Bürgerschaft auf, an denen die schlimmsten und einander entgegengesetzten Übel rüttelten: Üppigkeit und Habsucht.  (7) agitabatur magis magisque in dies animus ferox inopia rei familiaris et conscientia scelerum, quae utraque iis artibus auxerat, quas supra memoravi. (8) incitabant praeterea conrupti civitatis mores, quos pessuma ac divorsa inter se mala, luxuria atque avaritia, vexabant.

Λεύκιος Κατιλίνας γένος ἔχων ἀπ’ οἴκου τινὸς τῶν εὐπατριδῶν ἐρρωμενέστατος μὲν φύσει ἦν τό τε σῶμα καὶ τὴν ψυχήν, μεστὸς δὲ πάσης κακίας καὶ πονηρίας. (2) ἐκ παιδὸς μὲν γὰρ ἤδη ἐμφυλίοις τε πολέμοις καὶ φόνοις καὶ ἁρπαγαῖς καὶ τῶν πολιτῶν στάσεσιν ἔχαιρε, τὴν δὲ λοιπὴν ἡλικίαν ἐν τοῖς τοιούτοις διετέλει ἐγγυμναζόμενος. 

(3) τὸ μὲν οὖν σῶμα πρὸς λιμόν τε καὶ ἀγρυπνίαν καρτερικὸς ἔφυ ὑπερφυῶς ὡς· (4) τὴν δὲ ψυχὴν τολμητὴς ἦν καὶ μεγαλοπράγμων καὶ ἐπίβουλος (κακοπράγμων) καὶ ποικίλος τὸ ἦθος καὶ ὑποκρίνεσθαι ὁτιοῦν ἱκανώτατος· προσέτι δὲ τῶν μὲν ἀλλοτρίων ἐπιθυμητής, τῶν δὲ ἰδίων ὰφειδής, ἐν δὲ ταῖς ἐπιθυμίαις θερμότατος καὶ τὸ μὲν λέγειν ἱκανός, σοφὸς δ’ ἀμφὶ τὰ πολιτικὰ οὐ πάνυ.

(5) Μέγα δὲ φρονῶν ἐφ’ ἑαυτῷ τῶν ὑπερβαλλόντων ἀεὶ καὶ παραδόξων καὶ ἄγαν ὑψηλῶν διετέλει ἐφιέμενος. (6) τοιοῦτον δ’ ὄντα μετὰ τὴν τοῦ Σύλλα τυραννίδα πόθος μὲν ἔλαβε βίᾳ κρατῆσαι τῶν πραγμάτων, οἵῳ δὲ τρόπῳ τεύξοιτο τούτου, οὐκ ἦν αὐτῷ ἐπιμελές, εἰ μόνον δεσπότης κατασταίη. 

(7) καθ’ ἡμέραν δὲ μᾶλλον ἐπήγετο ἐπιχειρεῖν τῷ ἔργῳ· θρασύτατος γὰρ ὢν τὴν γνώμην βαρύτατα ἔφερε πενόμενος καὶ συνειδὼς ἑαυτῷ πολλὰ κακουργήσαντι, καὶ ὢν τοιοῦτος, οἷόνπερ ἐμνήσθην πρότερον, πενέστερός τε ἀεὶ ἐγένετο καἰ κακουργότερος. (8) πρὸς δὲ τούτοις ἐπώτρυνεν αὐτὸν τὰ τῶν πολιτῶν ἤθη διεφθαρμένα τότε ἐσχάτως· τῇ γὰρ τρυφῇ καὶ τῇ πλεονεξίᾳ, μεγίστοις οὖσι καὶ ἐναντιωτάτοις κακοῖς, ἐνεχομένη μάλα τότε ἐνόσει ἡ πόλις.

Sententiae excerptae:
w35
Literatur:

2 Funde
739  Ableitinger, D.
Beobachtungen zur Caesarrede in der Coniuratio Catilinae des Sallust
in: Vretska: Festschr., Heidelberg 1970
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3421  Bruggisser, Ph.
Audacia in Sallusts 'Verschwörung des Catilina'
in: Herm. 130/2002, 265
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