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Gaius Petronius Arbiter

Satyricon

Auf dem Schiff des Lichas und der Tryphaena unterwegs nach Tarent (Petron.100 - 110,5)

 
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1. Eine böse Überraschung: Das Schiff gehört Lichas und Tryphaena ist auch auf dem Schiff (100 -101,6)

(100,1) "Molestum est, quod puer hospiti placet. Quid autem? Non commune est, quod natura optimum fecit? Sol omnibus lucet. Luna innumerabilibus comitata sideribus etiam feras ducit ad pabulum. Quid aquis dici formosius potest? In publico tamen manant. Solus ergo amor furtum potius quam praemium erit? Immo vero nolo habere bona, nisi quibus populus inviderit. Unus, et senex, non erit gravis; etiam cum voluerit aliquid sumere, opus anhelilu prodet". (100,2) Haec ut infra fiduciam posui fraudavique animum dissidentem, coepi somnum obruto tunicula capite mentiri.

100. "Das ist verdrießlich, dass mein Knabe unserem Gast gefĂ€llt. Aber wie steht es denn? Sind nicht die schönsten Naturerzeugnisse Gemeingut? Die Sonne leuchtet fĂŒr alle, der Mond, von unzĂ€hligen Sternen begleitet, leuchtet sogar den wilden Tieren zu ihren FutterplĂ€tzen. Kann es Schöneres geben als das Wasser? Und doch fließt es fĂŒr alle Welt. Soll also nur die Liebe ein Raub sein statt einer Belohnung? Nein, nein! Lieber will ich kein GlĂŒck genießen, wenn mich nicht alle Welt darum beneidet. Ein einziger, zumal ein Greis, wird mir nicht lĂ€stig werden; und wenn er sich wirklich etwas herausnehmen wollte: sein Atem wird ihn verraten." Das hielt ich mir vor, ohne so recht daran zu glauben, und tĂ€uschte so mein zweifelndes Herz, zog dann den Mantel ĂŒber den Kopf und tat, als ob ich schliefe.
(100,3) Sed repente quasi destruente fortuna constantiam meam eiusmodi vox supra constratum puppis congemuit: "Ergo me derisit?" (100,4) Et haec quidem virilis et paene auribus meis familiaris animum palpitantem percussit. Ceterum eadem indignatione mulier lacerata ulterius excanduit et: "Si quis deus manibus meis", inquit, "Gitona imponeret, quam bene exulem exciperem." (100,5) Uterque nostrum tam inexpectato ictus sono amiserat sanguinem. Ego praecipue quasi somnio quodam turbulento circumactus diu vocem collegi tremebundisque manibus Eumolpi iam in soporem labentis laciniam duxi et: "Per fidem", inquam, "pater, cuius haec navis est, aut quos vehat, dicere potes?" (100,6) Inquietatus ille moleste tulit et: "Hoc erat", inquit, "quod placuerat tibi, ut subter constratum navis occuparemus secretissimum locum, ne nos patereris requiescere? (100,7) Quid porro ad rem pertinet, si dixero Licham Tarentinum esse dominum huiusce navigii, qui Tryphaenam exulem Tarentum ferat?" Aber plötzlich, als wenn das Schicksal meine Ruhe wieder stören wollte, ertönte eine klagenden Stimme vom Deck des Schiffes her: "Also hat er mich zum Gespött?" Es klang wie eines Mannes Stimme, die meinen Ohren fast bekannt vorkam. Mein Herz klopfte erregt. Darauf hörte ich in gleicher Leidenschaft, ja sogar noch heftiger erregt, ein Weib die Worte sprechen: "Wenn mir irgendein Gott den Giton in die HĂ€nde brĂ€chte, wie gut wĂŒrde ich den Verbannten wieder aufnehmen!" Uns beiden stand bei diesem so unerwarteten GesprĂ€ch das Herz still. Mir zumal war, als erwachte ich aus einem wĂŒsten Traum. Ich suchte nach Worten, zog mit zitternden HĂ€nden an einem Zipfel seines Mantels den Eumolpos herum, der schon in Schlaf versunken war, und sagte: "Um Gottes willen, Eumolpos, wem gehört dieses Schiff, was hat es fĂŒr Bemannung? Kannst du das sagen?" Er wurde Ă€rgerlich, dass ich ihn störte, und sagte: "WĂŒnschtest du deshalb, dass wir den geheimsten Platz unter Deck aufsuchten, um uns keine Ruhe zu gönnen? Was hat es denn zu bedeuten, wenn ich sage, dass Lichas aus Tarent Herr dieses Schiffes ist, der die verbannte Tryphaena nach Tarent fĂŒhrt?"
(101,1) Intremui post hoc fulmen attonitus, iuguloque detecto: "Aliquando", inquam, "totum me, Fortuna, vicisti!". Nam Giton quidem super pectus meum positus diu animam egit. (101,2) Deinde ut effusus sudor utriusque spiritum revocavit, comprehendi Eumolpi genua et: "Miserere", inquam, "morientium et pro consortio studiorum commoda manum; mors venit, quae, nisi per te non licet, potest esse pro munere". (101,3) Inundatus hac Eumolpus invidia iurat per deos deasque se neque scire, quid acciderit, nec ullum dolum malum consilio adhibuisse, sed mente simplicissima et vera fide in navigium comites induxisse, quo ipse iam pridem fuerit usurus. (101,4) "Quae autem hic insidiae sunt", inquit, "aut quis nobiscum Hannibal navigat? Lichas Tarentinus, homo verecundissimus et non tantum huius navigii dominus, quod regit, sed fundorum etiam aliquot et familiae negotiantis, onus deferendum ad mercatum conducit. (101,5) Hic est Cyclops ille et archipirata, cui vecturam debemus; et praeter hunc Tryphaena, omnium feminarum formosissima, quae voluptatis causa huc atque illuc vectatur." — (101,6) "Hi sunt", inquit Giton, "quos fugimus"; simulque raptim causas odiorum et instans periculum trepidanti Eumolpo exponit. 101. Diese Mitteilung traf mich wie ein Donnerschlag, und mich ĂŒberfiel ein Zittern. Ich entblĂ¶ĂŸte meine Kehle und sagte: "Fortuna, jetzt hast du mich endlich ganz ĂŒberwunden!" Giton hatte sich mir an die Brust geworfen und rang nach Luft. Dann brach uns Schweiß aus, und wir konnten wieder atmen. Da umklammerte ich die Knie des Eumolpos und bat: "Hab Erbarmen! Wir sind des Todes. Leiste uns deinen Beistand als Genosse unserer Bestrebungen! Es naht uns der Tod und kann uns zum Erlöser werden, falls du ihn nicht verhĂŒtest." Eumolpos war von meinem Misstrauen wie begossen und schwur bei den Göttern und Göttinnen, er wisse nicht, was vorliege, und habe uns ohne jeden bösen Hintergedanken, nein, aus lauterster Gesinnung und in ehrlicher Absicht mit auf dieses Schiff gefĂŒhrt, dessen er sich schon frĂŒher bedient habe. "Was gibt es denn", fragte er, "hier fĂŒr Feindseligkeiten? Wer ist denn der böse Hannibal, der mit uns fĂ€hrt? Lichas aus Tarent ist ein höchst achtbarer Mann und Herr nicht nur dieses Schiffes, das er fĂ€hrt, sondern auch betrĂ€chtlicher LĂ€ndereien und eines Handelspersonals und hat Handelsware gefrachtet. Er also ist der gefĂŒrchtete Kyklop, der Erzbandit, dem wir das Fahrgeld schulden; außer ihm ist da die Tryphaena, ein wunderschönes Weib, die zu ihrem VergnĂŒgen umherfĂ€hrt." - "Ja", rief Giton, "das sind ja gerade die Leute, vor denen wir auf der Flucht sind!" Und damit erklĂ€rte er in Hast dem Eumolpos, der darĂŒber in Erregung geriet, die GrĂŒnde ihres Hasses und die drohende Gefahr.
2. Beratung einer erfolgversprechenden List, um sich, wie Odysseus, aus der "Höhle des Kyklopen" zu retten (101,7 - 103,4)
(101,7) Confusus ille et consilii egens iubet quemque suam sententiam promere et: "Fingite", inquit, "nos antrum Cyclopis intrasse. Quaerendum est aliquod effugium, nisi naufragium †ponimus† et omni nos periculo liberamus." — (101,8) "Immo", inquit Giton, "persuade gubernatori, ut in aliquem portum navem deducat, non sine praemio scilicet, et affirma ei impatientem maris fratrem tuum in ultimis esse. Poteris hanc simulationem et vultus confusione et lacrimis obumbrare, ut misericordia permotus gubernator indulgeat tibi". (101,9) Negavit hoc Eumolpus fieri posse, "quia <nec> magna", inquit, "navigia portubus se curvatis insinuant, nec tam cito fratrem defecisse veri simile erit. (101,10) Accedit his, quod forsitan Lichas officii causa visere languentem desiderabit. Vides, quam valde nobis expediat ultro dominum ad fugientes accersere. (101,11) Sed finge navem ab ingenti posse cursu deflecti et Licham non utique circuiturum aegrorum cubilia: quomodo possumus egredi nave, ut non conspiciamur a cunctis? opertis capitibus, an nudis? Opertis, et quis non dare manum languentibus volet? Nudis, et quid erit aliud, quam se ipsos proscribere?" Da wurde Eumolpos ganz verwirrt und wusste keinen Rat. Er bat uns daher, ein jeder möchte seine Meinung sagen. "Nehmt an", sagte er, "wir wĂ€ren in die Höhle des Kyklopen geraten! Es gilt, irgendeine Ausflucht zu finden, wenn wir nicht einen Schiffbruch wĂŒnschen wollen, der uns aus aller Not befreit." - "Nein, nein," rief Giton, "bringe doch den Steuermann dazu, dass er in irgendeinem Hafen anlegt - natĂŒrlich nicht ohne Belohnung - und ĂŒberzeuge ihn davon, dein Bruder vertrage die Seefahrt nicht und liege in den letzten ZĂŒgen! Du kannst ja diese TĂ€uschung durch erregtes Mienenspiel und durch TrĂ€nen glaublich machen, und dann wird der Steuermann Mitleid fĂŒhlen und dir gefĂ€llig sein." - "Das ist unmöglich," sagte Eumolpos, "weil große Schiffe in winkligen HĂ€fen nicht anlegen, auch ist nicht glaublich, dass mein Bruder so schnell von KrĂ€ften gekommen sei. Dazu kommt, dass Lichas pflichtgemĂ€ĂŸe vielleicht den Wunsch haben wird, sich den Leidenden anzusehen. Du siehst ein, wie schön uns das fördern wĂŒrde, aus freien StĂŒckchen den Herrn zu den Fliehenden herbeizuholen! Und gesetzt auch den Fall, das Schiff gĂ€be seinen notwendigen Kurs auf und Lichas besuchte nicht die Lage der Kranken: wie könnten wir das Schiff verlassen, ohne von allen gesehen zu werden? Mit verhĂŒlltem Kopf oder mit freiem? Mit verhĂŒlltem, wer wĂŒrde da den schlaffen Leuten nicht an die Hand gehen wollen? Mit freiem Kopf? Was wĂ€re das anderes, als sich selbst dem Tod preiszugeben?"
(102,1) — "Quin potius", inquam ego, "ad temeritatem confugimus et per funem lapsi descendimus in scapham praecisoque vinculo reliqua Fortunae committimus? (102,2) Nec ego in hoc periculum Eumolpon arcesso. Quid enim attinet innocentem alieno periculo imponere? Contentus sum, si nos descendentes adiuverit casus." — (102,3) "Non imprudens", inquit, "consilium", Eumolpos, "si aditum haberet. Quis enim non euntes notabit? Utique gubernator, qui pervigil nocte siderum quoque motus custodit. (102,4) Et utcumque imponi vel <nil> dormienti posset, si per aliam partem navis fuga quaereretur: nunc per puppim, per ipsa gubernacula delabendum est, a quorum regione funis descendit, qui scaphae custodiam tenet. (102,5) Praeterea illud miror, Encolpi, tibi non succurrisse, unum nautam stationis perpetuae interdiu noctuque iacere in scapha, nec posse inde custodem nisi aut caede expelli aut praecipitari viribus. (102,6) Quod an fieri possit, interrogate audaciam vestram. Nam quod ad meum quidem comitatum attinet, nullum recuso periculum, quod salutis spem ostendit. (102,7) Nam sine causa quidem spiritum tanquam rem vacuam impendere ne vos quidem existimo velle. (102,8) Videte, numquid hoc placeat: ego vos in duas iam pelles coniciam vinctosque loris inter vestimenta pro sarcinis habebo, apertis scilicet aliquatenus labris, quibus et spiritum recipere possitis et cibum. (102,9) Conclamabo deinde nocte servos poenam graviorem timentes praecipitasse se in mare. Deinde cum ventum fuerit in portum, sine ulla suspicione pro sarcinis vos efferam." — (102,10) "Ita vero", inquam ego, "tanquam solidos alligaturus, quibus non soleat venter iniuriam facere? an tanquam eos, qui sternutare non soleamus nec stertere? An quia hoc genus furti semel feliciter cessit? (102,11) Sed finge una die vinctos posse durare: quid ergo, si diutius aut tranquillitas nos tenuerit aut adversa tempestas? quid facturi sumus? (102,12) Vestes quoque diutius vinctas ruga consumit, et chartae alligatae mutant figuram. Iuvenes adhuc laboris expertes statuarum ritu patiemur pannos et vincla? <...> 102. "Wie wĂ€re es," sagte ich, "wenn wir es mit einem kĂŒhnen Wagnis versuchten, an einem Tau uns hinabließen in das Boot, das Bindetau zerschnitten und uns im ĂŒbrigen dem Zufall ĂŒberließen? Von Eumolpos fordere ich nicht, dass er an dieser Gefahr teilnehme. Denn man darf einen Unschuldigen doch nicht in fremde Gefahr stĂŒrzen. Ich bin zufrieden, wenn das GlĂŒck uns beim Abstieg gĂŒnstig ist." - "Der Plan ist nicht ĂŒbel," sagte Eumolpos, "wenn er nur durchfĂŒhrbar wĂ€re! WĂŒrde denn irgendeinem die Flucht verborgen bleiben? Zumal dem Steuermann, der die Nacht ĂŒber wach bleibt, um den Lauf der Sterne zu beobachten? Wenn man an irgendeinem anderen Teilen des Schiffes die Flucht versuchen wollte, könnte man vielleicht den zwar nie Schlafenden tĂ€uschen: nun aber mĂŒsste man am Schiffshinterteil, gerade bei dem Steuer hinuntergleiten, von wo das Tau hinabgeht, an dem die Bootswache hĂ€ngt. Nur wundere ich mich, Enkolpius, dass du nicht daran gedacht hast, dass immer, bei Tag und Nacht, ein Seemann in dem Boot Wachdienst hat. Man kann den WĂ€chter doch nicht durch Mord unschĂ€dlich machen oder gewaltsam ins Meer werfen. Und wenn man es könnte, bedenkt doch, was fĂŒr eine verwegene Tat das wĂ€re! Was aber meine Begleitung betrifft, ich schreckte vor keiner Gefahr zurĂŒck, die eine Hoffnung auf Rettung gibt. Ohne Grund aber das Leben wie eine GleichgĂŒltigkeit dranzugeben, das ist doch wohl eure Absicht nicht. Seht zu, ob euch vielleicht mein Vorschlag zusagt: ich möchte euch in zwei Felle einpacken, mit Riemen umschnĂŒren und als GepĂ€ck zwischen meine KleidungsstĂŒcke legen, natĂŒrlich fĂŒr den Mund Öffnungen lassen, so dass ihr atmen und Speise zu euch nehmen könntet. Dann wĂŒrde ich bei Nacht LĂ€rm schlagen und sagen, ihr wĂ€ret Sklaven und aus Furcht vor zu strenger Strafe ins Meer gesprungen. Und dann wollte ich bei der Ankunft in einem Hafen euch wie GepĂ€ckstĂŒcke ohne jede Gefahr hinausschaffen." - "Jawohl," sagte ich, "uns einschnĂŒren, als wenn wir Klötze wĂ€ren, als wenn wir nicht BĂ€uche hĂ€tten, die ihre Notdurft verrichten wollen, als wenn wir nicht niesen und schnarchen mĂŒssten! Vielleicht weil ein solcher Betrug schon einmal gelungen ist? Nimm an, wir könnten die Fesselung einen Tag aushalten: wie aber, wenn uns Meeresstille oder widriger Wind lĂ€nger aufhalten? Was dann? Ein zu lange geschnĂŒrtes Gewand bekommt Falten, angenageltes Papier verĂ€ndert seine Form: wir jungen Menschen, die wir bisher an Strapazen nicht gewöhnt sind, sollen uns wie Standbilder Latten und Stricke gefallen lassen? <...>
(102,13) Adhuc aliquod iter salutis quaerendum est. Inspicite, quod ego inveni. Eumolpus tanquam litterarum studiosus utique atramentum habet. Hoc ergo remedio mutemus colores a capillis usque ad ungues. Ita tanquam servi Aethiopes et praesto tibi erimus sine tormentorum iniuria hilares, et permutato colore imponemus inimicis." — (102,14) "Quidni?", inquit Giton, "etiam circumcide nos, ut Iudaei videamur, et pertunde aures, ut imitemur Arabes, et increta facies, ut suos Gallia cives putet: tanquam hic solus color figuram possit pervertere et non multa una oporteat consentiant ratione, <ut> mendacium constet. (102,15) Puta infectam medicamine faciem diutius durare posse; finge nec aquae asperginem imposituram aliquam corpori maculam, nec vestem atramento adhaesuram, quod frequenter etiam non arcessito ferrumine infigitur: age, numquid et labra possumus tumore taeterrimo implere, numquid et crines calamistro convertere? Numquid et frontes cicatricibus scindere? Numquid et crura in orbem pandere? Numquid et talos ad terram deducere? Numquid et barbam peregrina ratione figurare? Color arte compositus inquinat corpus, non mutat. (102,16) Audite, quid timenti succurrerit: praeligemus vestibus capita et nos in profundum mergamus." Nein, wir mĂŒssen noch auf einen anderen Weg der Rettung sinnen! PrĂŒft, was ich gefunden habe! Eumolpos hat als Schriftgelehrter immer Tinte bei sich. Mit diesem Stoff wollen wir uns vom Scheitel bis zur Sohle fĂ€rben. So werden wir dir wie Sklaven aus Äthiopien zu Diensten sein und dabei frohen Sinnes, weil wir keine Misshandlungen zu fĂŒrchten haben, durch unsere vertauschte Hautfarbe aber unsere Gegner tĂ€uschen." - "Willst du uns", sagte Giton, "nicht lieber auch beschneiden, dass man uns fĂŒr Juden hĂ€lt? Oder die Ohrlappen durchstechen, dass wir den Arabern gleichen? Oder uns die Gesichter weiß antĂŒnchen, dass uns die Gallier fĂŒr ihre Landsleute halten? Als ob die Hautfarbe allein die Erscheinung Ă€ndern könnte, und nicht vieles widerspuchsfrei zusammenstimmen mĂŒsste, wenn die TĂ€uschung gelingen soll. Angenommen, die aufgestrichene Farbe hĂ€tte lĂ€ngeren Bestand, angenommen, die Wasserspritzer machten keine Flecken auf der Haut und die Kleidung fĂ€rbte sich nicht schwarz, wĂ€hrend sie doch so oft auch Flecken vom Rost annimmt, den man nicht geflissentlich in die NĂ€he bringt, könnten wir denn den Lippen den widerlichen Schwulst geben? Die Haare mit dem Brenneisen locken, den Stirnen Narbenwulste geben, und uns krumme Beine einsetzen? PlattfĂŒĂŸig gehen, den BĂ€rten fremdlĂ€ndische Form geben? KĂŒnstliche FĂ€rbung besudelt den Leib, verwandelt ihn aber nicht. Hört, welcher Gedanke mir in meiner Angst kommt: wir wollen unsere Kleider ĂŒber die Köpfe binden und uns ins Meer hinabstĂŒrzen!"

(103,1) — "Ne istud dii hominesque patiantur," Eumolpus exclamat, "ut vos tam turpi exitu vitam finiatis! Immo potius facite, quod iubeo. Mercennarius meus, ut ex novacula comperistis, tonsor est: hic continuo radat utriusque non solum capita, sed etiam supercilia. (103,2) Sequar ego frontes notans inscriptione sollerti, ut videamini stigmate esse puniti. Ita eaedem litterae et suspicionem declinabunt quaerentium et vultus umbra supplicii tegent."

103. "Davor mögen uns Götter und Menschen bewahren," rief Eumolpos, "dass ihr euer Leben so schimpflich beschließt! Nein, tut lieber, was ich euch rate! Mein Lohndiener ist, wie ihr an seinem Rasiermesser gesehen habt, ein Barbier. Der soll euch sofort Kopf und Augenbrauen rasieren, und ich komme dann und male euch kunstvoll ein Zeichen auf die Stirn, dass ihr wie gebrandmarkte StrĂ€flinge ausseht. Diese Brandmale werden den Verdacht der Ermittler beseitigen und gleichsam durch den Schatten einer Bestrafung eure Gesichter unkenntlich machen."
(103,3) Non est dilata fallacia, sed ad latus navigii furtim processimus, capitaque cum superciliis denudanda tonsori praebuimus. (103,4) Implevit Eumolpus frontes utriusque ingentibus litteris et notum fugitivorum epigramma per totam faciem liberali manu duxit. (103,5) Unus forte ex vectoribus, qui acclinatus lateri navis exonerabat stomachum nausea gravem, notavit sibi ad lunam tonsorem intempestivo inhaerentem ministerio, execratusque omen, quod imitaretur naufragorum ultimum votum, in cubile reiectus est. (103,4) Nos dissimulata nauseantis devotione ad ordinem tristitiae redimus, silentioque compositi reliquas noctis horas male soporati consumpsimus. <...> Bei dieser List blieb es. Wir schlichen uns an einer Seite des Schiffes und ĂŒberließen unsere Kopfhaare mit den Augenbrauen dem Barbier zur Bearbeitung. Eumolpos malte uns beiden riesige Buchstaben auf die Stirn und schrieb mit verschwenderischer Hand das bekannte FlĂŒchtlingszeichen uns quer durchs Gesicht. Einer der Passagiere, der sich gerade ĂŒber Bord lehnte und seinen Magen aus Seekrankheit entlastete, wurde auf den Barbier aufmerksam, wie er bei Mondschein sein unzeitgemĂ€ĂŸes Handwerk betrieb, und verfluchte die böse Vorbedeutung, die sonst nur bei drohendem Schiffbruch vorgenommen zu werden pflegt. Wir taten, als ob wir die VerwĂŒnschungen des sich ĂŒbergebenen Passagiers nicht gehört hĂ€tten, und begaben uns wieder auf unser Lager, wo wir, in Schweigen beieinander liegend, den Rest der Nachtstunden mit nur wenig Schlaf verbrachten. <...>
3. Vorahnungen des Lichas und der Tryphaena aufgrund von TrÀumen (104)

(104,1) [Lichas:] Videbatur mihi secundum quietem Priapus dicere: "Encolpion, quod quaeris, scito a me in navem tuam esse perductum". (104,2) Exhorruit Tryphaena et: "Putes", inquit, "una nos dormiisse; nam et mihi simulacrum Neptuni, quod Bais <in> tetrastylo notaveram, videbatur dicere: 'In nave Lichae Gitona invenies'." — (104,3) "Hinc scies", inquit Eumolpus, "Epicurum esse hominem divinum, qui eiusmodi ludibria facetissima ratione condemnat".

104. [Lichas:] "Mir war so, als ob in der Nachtruhe Priapus zu mir sagte: 'Den Enkolpius suchst du? Wisse, dass ich ihn auf das Schiff gefĂŒhrt habe!'" Da erschrak Tryphaena und sagte: "Man könnte glauben, wir hĂ€tten zusammen geschlafen, denn mir war so, als sagte auch die Neptunstatue, die ich im Tempel in Baiae sah: 'Im Schiff des Lichas wirst du den Giton finden!'" Eumolpios warf ein: "Daraus kannst du sehen, dass Epikur ein gottbegnadeter Mensch ist, der solche Albernheiten auf das witzigste verurteilt."
(104,4) Ceterum Lichas, ut <Eumolpius> Tryphaenae somnium expiavit: "Quis", inquit, "prohibet navigium scrutari, ne videamur divinae mentis opera damnare?" (104,5) Is, qui nocte miserorum furtum deprehenderat, Hesus nomine, subito proclamat: "Ergo illi, qui sunt, qui nocte ad lunam radebantur pessimo me dius fidius exemplo? Audio enim non licere cuiquam mortalium in nave neque ungues neque capillos deponere, nisi cum pelago ventus irascitur". Nun aber sagte Lichas, sobald <Eumolpios> dem Traum der Tryphaena seine religiöse Bedeutung genommen hatte: "Wer hindert uns denn, das Schiff zu durchsuchen, damit es nicht den Anschein gewinne, als lehnten wir göttliche Eingebungen ab?" Da rief plötzlich der Mann, der uns des Nachts bei unserem Streich abgepasst hatte - sein Name war Hesus -: "Wer also sind die, die sich des Nachts bei Mondschein haben rasieren lassen und damit wahrhaftig ein abscheuliches Beispiel gegeben haben? Ich höre nĂ€mlich, dass ein Sterblicher auf Schiff wieder Haare noch NĂ€gel schneiden dĂŒrfe, außer wenn Sturm das Meer bedroht."
4. Scheitern der List, Entdeckung. Diskussion der Bestrafung (105 - 106)

(105,1) Excanduit Lichas hoc sermone turbatus et: "Itane", inquit, "capillos aliquis in nave praecidit, et hoc nocte intempesta? Attrahite ocius nocentes in medium, ut sciam, quorum capitibus debeat navigium lustrari." — (105,2) "Ego", inquit "Eumolpus, hoc iussi. Nec in eodem futurus navigio auspicium mihi feci, sed quia nocentes horridos longosque habebant capillos, ne viderer de nave carcerem facere, iussi squalorem damnatis auferri; simul ut notae quoque litterarum non adumbratae comarum praesidio totae ad oculos legentium acciderent. (105,3) Inter cetera apud communem amicam consumpserunt pecuniam meam, a qua illos proxima nocte extraxi mero unguentisque perfusos. Ad summam, adhuc patrimonii mei reliquias olent". <...>

105. Bei diesen Worten erschrak Lichas und rief erregt: "Höre ich recht? Seine Haare hat jemand auf meinem Schiff schneiden lassen, und das bei Nacht und zur Unzeit? Schafft mir sofort die Schuldigen zur Stelle, damit ich erfahre, mit welchen Köpfen ich das Schiff zu versöhnen habe!" Da sagte Eumolpos: "Ich habe den Befehl dazu gegeben. Da ich mit dem selben Schiff meine Fahrt machen wollte, habe ich mir auch keine Vorbedeutung geschaffen. Weil aber die Spitzbuben lange, struppige Haare hatten, befahl ich, den Verurteilten diesen Wust abzuschneiden. Es sollte doch nicht aussehen, als machte ich aus dem Schiff ein GefĂ€ngnis; auch sollten die bekannten Schandmale nicht durch die Haare bedeckt bleiben, sondern frei den Blicken der Beschauer offen stehen. Außer anderen Streichen haben sie auch mein Geld bei einer gemeinsamen Freundin verprasst: ich habe sie von der in der letzten Nacht herausgeholt; sie troffen noch von Wein und Salböl. Kurz, sie durften jetzt noch nach dem Rest meines Vermögens." <...>
(105,4) Itaque ut Tutela navis expiaretur, placuit quadragenas utrique plagas imponi. Nulla ergo fit mora: aggrediuntur nos furentes nautae cum funibus temptantque vilissimo sanguine Tutelam placare. (105,5) Et ego quidem tres plagas Spartana nobilitate concoxi. Ceterum Giton semel ictus tam valde exclamavit, ut Tryphaenae aures notissima voce repleret. (105,6) Non solum era turbata est, sed ancillae etiam omnes familiari sono inductae ad vapulantem decurrunt. (105,7) Iam Giton mirabili forma exarmaverat nautas coeperatque etiam sine voce saevientes rogare, cum ancillae pariter proclamant: "Giton est, Giton; inhibete crudelissimas manus; Giton est, domina, succurre". (105,8) Deflectit aures Tryphaena iam sua sponte credentes raptimque ad puerum devolat. Um den Schutzgeist des Schiffes zu versöhnen, wurde beschlossen, jedem von uns beiden vierzig Rutenstreiche zu verabreichen. Man ging auch sofort ans Werk: wĂŒtend fielen uns Matrosen mit Stricken an, um mit unserem so billigen Blut ihre Gottheit zu beschwichtigen. Und ich verdaute drei Hiebe mit spartanischem Anstand, aber Giton brĂŒllte gleich bei dem ersten Schlag so fĂŒrchterlich, dass der Tryphaena seine ihr wohlbekannte Stimme in die Ohren gellte. Und nicht allein die Herrin geriet in Aufregung, auch alle ihre MĂ€gde wurden durch die bekannte Stimme angelockt und eilten zu dem armen SĂŒnder. Schon hatte Giton durch seine bezaubernde Gestalt die Matrosen entwaffnet und, ohne auch nur zu sprechen, ihre Wut zu Mitleid umgestimmt, als alle MĂ€gde zugleich ausriefen: "Das ist ja Giton, Giton! Haltet ein ihr Grausamen! Es ist Giton, hilf ihm, Herrin!" Tryphaena, die sich schon selbst davon ĂŒberzeugt hatte, schenkte ihnen gern Gehör und kam zu dem Jungen wie geflogen.
(105,9) Lichas, qui me optime noverat, tanquam et ipse vocem audisset, accurrit et nec manus nec faciem meam consideravit, sed continuo ad inguina mea luminibus deflexis movit officiosam manum, et: "Salve", inquit, "Encolpi". (105,10) Miretur nunc aliquis Ulixis nutricem post vicesimum annum cicatricem invenisse originis indicem, cum homo prudentissimus, confusis omnibus corporis orisque lineamentis, ad unicum fugitivi argumentum tam docte pervenerit. (105,11) Tryphaena lacrimas effudit decepta supplicio — vera enim stigmata credebat captivorum frontibus impressa — sciscitarique summissius coepit, quod ergastulum intercepisset errantes, aut cuius iam crudeles manus in hoc supplicium durassent. Meruisse quidem contumeliam aliquam fugitivos, quibus in odium bona sua venissent <...> Lichas, der mich sehr gut kannte, kam, als hĂ€tte auch er den Ruf gehört, im Lauf herbei, blickte mir aber nicht auf die HĂ€nde und ins Gesicht, sondern richtete sofort seinen Blick auf meine Scham, packte sie mit geschĂ€ftiger Hand und rief: "Willkommen, Enkolpius!" Nun mag sich Odysseus wundern, dass seine Amme ihn nach zwanzig Jahren an seiner Narbe erkannte, die ihm seinen Ursprung verriet, da dieser Schlaukopf so scharfsinnig das einzig treue Kennzeichen des FlĂŒchtlings erkannte, wĂ€hrend doch alle Formen meines Körpers und Gesichtes verĂ€ndert waren. Tryphaena brach in TrĂ€nen aus, da sie sich von den Brandmalen auf unserer Stirn tĂ€uschen ließ, denn sie hielt sie fĂŒr echte, wie sie flĂŒchtigen Sklaven eingebrannt werden, und fragte ganz kleinlaut, in welches Arbeitshaus wir Ausreißer gesteckt worden seien, wessen HĂ€nde so grausam seien, uns diese Strafe aufzubrennen. Freilich, irgendeine Strafe hĂ€tten wir fĂŒr unsere Flucht schon verdient, da wir ihre Wohltaten hĂ€tten in Hass umgeschlagen lassen.
(106,1) Concitatus iracundia prosiliit Lichas, et: "O te", inquit, "feminam simplicem, tanquam vulnera ferro praeparata litteras biberint. Utinam quidem hac se inscriptione frontis maculassent: haberemus nos extremum solacium. Nunc mimicis artibus petiti sumus et adumbrata inscriptione derisi". 106. Lichas aber sprang voller Wut heran und rief: "Ach, du einfĂ€ltiges Frauenzimmer! Als wenn Eisenstempel diese Zeichen gebrannt hĂ€tten! Ja, wĂ€re doch ihre Stirn mit diesem Schandmal gezeichnet! Dann wĂŒrde unsere Rachbegier gestillt. So aber haben Sie uns mit TheaterkĂŒnsten getĂ€uscht und uns mit nur gemalten Brandzeichen genarrt."
(106,2) Volebat Tryphaena misereri, quia non totam voluptatem perdiderat, sed Lichas memor adhuc uxoris corruptae contumeliarumque, quas in Herculis porticu acceperat, turbato vehementius vultu proclamat: (106,3) "Deos immortales rerum humanarum agere curam, puto, intellexisti, o Tryphaena. Nam imprudentes noxios in nostrum induxere navigium, et quid fecissent, admonuerunt pari somniorum consensu. Ita vide, ut possit illis ignosci, quos ad poenam ipse deus deduxit. Quod ad me attinet, non sum crudelis, sed vereor, ne, quod remisero, patiar." (106,4) Tam superstitiosa oratione Tryphaena mutata negat se interpellare supplicium, immo accedere etiam iustissimae ultioni. Nec se minus grandi vexatam iniuria quam Licham, cuius pudoris dignitas in contione proscripta sit. <...> Tryphaena wollte mit um Erbarmen haben, weil in ihr die Wollust noch nicht ganz erstorben war, Lichas aber erinnerte sich, dass ihm sein Weib verfĂŒhrt worden war, welche Beschimpfungen er in der Tempelhalle es Hercules erlitten hatte, und schrie mit dem Ausdruck heftiger Erregung: "Die Unsterblichen, glaube ich, nehmen sich der menschlichen Dinge an. Du siehst es doch, Tryphaena, denn sie haben die Schuldigen ahnungslos auf unser Schiff gebracht, und dass sie es waren, die das getan haben, das haben sie uns durch die Übereinstimmung unserer TrĂ€ume angezeigt. Überlege also, wie wir die begnadigen dĂŒrfen, die uns die Gottheit selbst zur Bestrafung in die HĂ€nde gespielt hat. Was mich betrifft, so bin ich kein WĂŒterich, aber ich fĂŒrchte, die ihnen erlassene Strafe wĂŒrde ĂŒber mich kommen." Durch diese so aberglĂ€ubischen Worte ließ sich Tryphaena umstimmen und erklĂ€rte, sie wolle sich nicht gegen unsere Bestrafung wenden, nein, sie stimme selbst fĂŒr das gerechteste Gericht, ihr selbst sei ja nicht geringeres Unrecht zugefĂŒgt worden als dem Lichas, da ihre Ehrbarkeit in der Versammlung an den Pranger gestellt worden sei <...>
5. Verteidigungsrede des Eumolpus, Gegenargumente des Lichas (107)
(107,1) [Eumolpus:] "Me, ut puto, hominem non ignotum elegerunt ad hoc officium [legatum], petieruntque, ut se reconciliarem aliquando amicissimis. (107,2) Nisi forte putatis iuvenes casu in has plagas incidisse, cum omnis vector nihil prius quaerat, quam cuius se diligentiae credat. (107,3) Flectite ergo mentes satisfactione lenitas, et patimini liberos homines ire sine iniuria, quo destinant. (107,4) Saevi quoque implacabilesque domini crudelitatem suam impediunt, si quando paenitentia fugitivos reduxit, et dediticiis hostibus parcimus. (107,5) Quid ultra petitis aut quid vultis? In conspectu vestro supplices iacent iuvenes ingenui, honesti et, quod utroque potentius est, familiaritate vobis aliquando coniuncti. (107,6) Si mehercules intervertissent pecuniam vestram, si fidem proditione laesissent, satiari tamen potuissetis hac poena, quam videtis. Servitia ecce in frontibus cernitis et vultus ingenuos voluntaria poenarum lege proscriptos." (107,7) Interpellavit deprecationem [supplicis] Lichas et: "Noli", inquit, "causam confundere, sed impone singulis modum. (107,8) Ac primum omnium, si ultro venerunt, cur nudavere crinibus capita? Vultum enim qui permutat, fraudem parat, non satisfactionem. (107,9) Deinde, si gratiam a legato moliebantur, quid ita omnia fecisti, ut, quos tuebaris, absconderes? Ex quo apparet casu incidisse noxios in plagas, et te artem quaesisse, qua nostrae animadversionis impetum eluderes. (107,10) Nam quod invidiam facis nobis ingenuos honestosque clamando, vide, ne deteriorem facias confidentia causam. Quid debent laesi facere, ubi rei ad poenam confugiunt. (107,11) At enim amici fuerunt nostri: eo maiora meruerunt supplicia; nam qui ignotos laedit, latro appellatur, qui amicos, paulo minus quam parricida." (107,12) Resolvit Eumolpos tam iniquam declamationem et: "Intellego", inquit, "nihil magis obesse iuvenibus miseris, quam quod nocte deposuerunt capillos: hoc argumento incidisse videntur in navem, non venisse. (107,13) Quod velim tam candide ad aures vestras perveniat, quam simpliciter gestum est. Voluerunt enim, antequam conscenderent, exonerare capita molesto et supervacuo pondere, sed celerior ventus distulit curationis propositum. (107,14) Nec tamen putaverunt ad rem pertinere, ubi inciperent, quod placuerat, ut fieret, quia nec omen nec legem navigantium noverant." — (107,15) "Quid", inquit Lichas, "attinuit supplices radere? Nisi forte miserabiliores calvi solent esse. Quamquam quid attinet veritatem per interpretem quaerere? Quid dicis tu, latro? Quae salamandra supercilia tua excussit? Cui deo crinem vovisti? Pharmace, responde." 107. "Sie haben mich, eine, wie ich glaube, nicht unbekannte Persönlichkeit mit dieser Aufgabe [derVermittlung] betraut und mich gebeten, endlich doch eine Versöhnung mit ihren besten Freunden wieder herzustellen. Ihr glaubt doch nicht etwa, dass diese jungen MĂ€nner euch zufĂ€llig in die Falle gegangen sind. Jeder Reisende kĂŒmmert sich zuerst doch darum, wem er sich anvertraut. Lasst euch also genĂŒgen an der Genugtuung, die ihr schon bekommen habt, und lasst eure Herzen erweichen! Lasst freie Menschen ungehindert gehen, wohin sie wollen! Selbst strenge, unversöhnliche Herren bezwingen ihre Grausamkeit, wenn einmal FlĂŒchtlinge reuevoll zurĂŒckkehren. Man schont ja auch Feinde, die sich freiwillig ergeben. Was verlangt ihr mehr, oder was wollt ihr? Da liegen vor euch gnadeflehend die freien, edlen JĂŒnglinge, und - was noch mehr als dies beides besagt - JĂŒnglinge, mit denen ihr frĂŒher freundschaftlich verkehrt seid. Bei Gott, wenn sie euch Geld veruntreut, wenn sie euer Vertrauen durch Verrat getĂ€uscht hĂ€tten, selbst dann könntet ihr euch mit dieser Strafe zufrieden geben, die ihr vor Augen habt. Seht, die Knechtschaft ist ihnen auf die Stirn geschrieben, seht, ihre edlen Gesichter durch ihre freie Entschließung entstellt durch die Brandmale." Da fiel Lichas dieser FĂŒrbitte ins Wort, indem er sagte: "Bringe die Sache nicht durcheinander, sondern gib jedem Punkt seinen angemessenen Platz! ZunĂ€chst vor allem: wenn sie freiwillig gekommen sind, weshalb haben Sie sich dann den Kopf glattrasieren lassen? Wer sein Aussehen verwandelt, sinnt auf Betrug, nicht auf VerstĂ€ndigung. Sodann, wenn sie durch ihren FĂŒrsprecher Begnadigung erwirken wollten, weshalb hast du dir dann so viel MĂŒhe gegeben, deine SchĂŒtzlinge zu verbergen? Daraus ergibt sich, dass die Schuldigen nur durch einen Zufall in die Falle gegangen sind und dass du ein schlaues Mittel gesucht hast, um sie dem Zugriff unserer Rache zu entziehen. Du willst uns dadurch ins Unrecht setzen, dass du sie fĂŒr freie, edle MĂ€nner ausgibst. Sieh dich vor, dass du durch dein sicheres Auftreten den Handel nicht verdirbst! Was sollen denn die GeschĂ€digten tun, wenn sich die Schuldigen selbst der Strafe unterwerfen? Freilich waren sie unsere Freunde: eine um so hĂ€rtere Strafe verdienen sie; wer Fremde schĂ€digt, heißt RĂ€uber, wer Freunde, den darf man fast dem Vatermörder gleich bewerten." Eumolpos fing an, diese so schwierigem EinwĂŒrfe zu widerlegen: "Ich sehe", sagte er, "dass diesen armen JĂŒnglingen die nĂ€chtliche Kopfschur als Hauptverbrechen angerechnet wird, denn das soll als Beweis dafĂŒr gelten, dass sie nicht vorsĂ€tzlich, sondern zufĂ€llig in dieses Schiff gekommen sind. Die Sache ist höchst einfach, und ich wĂŒnschte nur, dass sie euch ebenso einleuchtend erscheine: Sie wolltennĂ€mlich, als sie zu Schiff gingen, ihre Köpfe von dieser beschwerlichen und ĂŒberflĂŒssigen Last befreien, aber der frĂŒher einsetzende Fahrwind zwang sie, ihr Vorhaben aufzugeben. Sie hielten es auch fĂŒr gleichgĂŒltig, wo sie ihren Entschluss ausfĂŒhrten, da sie von der bösen Vorbedeutung und von den Gesetzen der Schiffahrt keine Kenntnis hatten." - "Aber wie kam man dazu," erwiderte Lichas, "sie wie flĂŒchtige Sklaven zu scheren? Doch jedenfalls, weil man in der Regel mit Kahlköpfen mehr Mitleid hat. Aber weshalb soll ich bei ihrem FĂŒrsprecher die Wahrheit suchen? He, du Bandit! Was sagst du dazu? Welcher Salamander hat dir die Augenbrauen ausgerupft? Welchen Gott hast du dein Haar geweiht? Gib Antwort, du Giftmischer!
6. Lichas lĂ€sst sich nicht von einer körperlichen Bestrafung der ÜbeltĂ€ter abbringen. "Kriegerische" Aktionen (108,1 - 108,11)
(108,1) Obstupueram ego supplicii metu pavidus, nec, quid in re manifestissima dicerem, inveniebam turbatus <...> et deformis praeter spoliati capitis dedecus superciliorum etiam aequalis cum fronte calvities, ut nihil nec facere deceret nec dicere. (108,2) Ut vero spongia uda facies plorantis detersa est, et liquefactum per totum os atramentum omnia scilicet lineamenta fuliginea nube confudit, in odium se ira convertit. (108,3) Negat Eumolpus passurum se, ut quisquam ingenuos contra fas legemque contaminet, interpellatque saevientium minas non solum voce sed etiam manibus. (108,4) Aderat interpellanti mercennarius comes, et unus alterque infirmissimus vector, solacia magis litis quam virium auxilia. (108,5) Nec quicquam pro me deprecabar, sed intentans in oculos Tryphaenae manus usurum me viribus meis clara liberaque voce clamavi, ni abstineret a Gitone iniuriam mulier damnata et in toto navigio sola verberanda. (108,6) Accenditur audacia mea iratior Lichas, indignaturque, quod ego relicta mea causa tantum pro alio clamo. (108,7) Nec minus Tryphaena contumelia saevit accensa, totiusque navigii turbam diducit in partes. (108,8) Hinc mercennarius tonsor ferramenta sua nobis et ipse armatus distribuit, illinc Tryphaenae familia nudas expedit manus, ac ne ancillarum quidem clamor aciem destituit, uno tantum gubernatore relicturum se navis ministerium denuntiante, si non desinat rabies libidine perditorum collecta. (108,9) Nihilo minus tamen perseverat dimicantium furor, illis pro ultione, nobis pro vita pugnantibus. Multi ergo utrinque sine morte labuntur, plures cruenti vulneribus referunt veluti ex proelio pedem, nec tamen cuiusquam ira laxatur. (108,10) Tunc fortissimus Giton ad virilia sua admovit novaculam infestam, minatus se adbscissurum tot miseriarum causam, inhibuitque Tryphaena tam grande facinus non dissimulata missione. (108,11) Saepius ego cultrum tonsorium super iugulum meum posui, non magis me occisurus, quam Giton, quod minabatur, facturus. Audacius tamen ille tragoediam implebat, quia sciebat se illam habere novaculam, qua iam sibi cervicem praeciderat. 108. Die Furcht vor der Strafe lĂ€hmte mich, und ich konnte in meiner Verwirrung die Worte nicht finden, obgleich die Sache ja völlig klar war. Auch war ich ja entstellt, da mir mein Haarschmuck geraubt war, mir auch meine Augenbrauen fehlten und das mit Stirn und Kopf eine große Kahlheit darstellte, weshalb ich nichts tun und nichts sagen wollte. Ich weinte nur. Als mir aber da mit einem nassen Schwamm das Gesicht gewaschen wurde, floss mir die aufgelöste Tinte ĂŒber das ganze Gesicht und begrub alle ZĂŒge wie unter einer Rußwolke. Das steigerte den Unwillen zu hellem Zorn. Eumolpos erklĂ€rte, er werde nicht dulden, dass man freie Menschen gegen Recht und Gesetz misshandele, und trat den Drohungen der erregten Leute nicht nur mit Worten, sondern auch mit seinen FĂ€usten entgegen. Der ihn begleitende Lohndiener stand ihm treulich bei. Aber beide waren zu schwĂ€chliche Gesellen, so dass Sie uns im Streit zwar Ermutigung, nicht aber körperliche Hilfe geben konnten. Ich selbst sprach kein Wort zu meinen Gunsten, hielt aber der Tryphaena meine geballte Faust vor die Augen und drohte ihr in freier, offener Sprache, Gewalt zu gebrauchen, wenn sie sich nicht jeder Gewalttat gegen Giton enthalte. Sie sei ein verfluchtes Weib und sie allein im ganzen Schiff wert, geprĂŒgelt zu werden. Durch meine KĂŒhnheit brachte ich den Lichas zu heller Wut. Er war empört darĂŒber, dass ich mich nicht selbst, sondern einen anderen so laut in Schutz nĂ€hme. Nicht weniger setzte meine Beschimpfung die Tryphaena in Flammen, und sie spaltet das ganze Schiff in zwei Lager. Hier bewaffnete sich der Lohndiener des Eumolpos mit seinen Werkzeugen und verteilte sie auch an uns; dort ging das Gesinde der Tryphaena mit bloßen HĂ€nden vor. Selbst die MĂ€gde der Tryphaena mischten sich mit Geschrei in den Kampf ein. Nur der Steuermann stand abseits und erklĂ€rte, er werde seinen Posten verlassen, wenn es keine Ruhe gebe und sich die Rauferei nicht lege, die durch die Begierden verruchter Menschen erregt wĂŒrde. Aber die Wut der Streitenden legte sich trotzdem nicht: jene stritten, um sich zu rĂ€chen, wir kĂ€mpften um unser Leben. Auf beiden Seiten gab es Verwundete, freilich nicht Tote, aber einige mussten sich blutende wie aus einer Schlacht zurĂŒckziehen. Trotzdem ließ keiner von seiner Wut ab. Da legte Giton kĂŒhn sein Rasiermesser an sein Glied und drohte, er werde sich diese Ursache des Unheils abschneiden. Tryphaena aber ließ ein solches Verbrechen nicht zu und versprach ihm aufrichtig Straflosigkeit. Öfter setzte ich mein Rasiermesser an die Kehle, war aber ebenso wenig gewillt, mich zu töten, wie Giton, seine Drohung wahr zu machen. Der konnte aber seine tragische Rolle um so kĂŒhner spielen, als er wusste, dass er das Rasiermesser habe, mit dem er sich schon einmal die Kehle abschneiden wollte.
7. Verhandlungen und Friedensvertrag nach der Intervention des Steuermanns (108,12 - 109,7)
(108,12) Stante ergo utraque acie, cum appareret futurum non tralaticium bellum, aegre expugnavit gubernator, ut caduceatoris more Tryphaena indutias faceret. (108,13) Data ergo acceptaque ex more patrio fide, protendit ramum oleae a Tutela navigii raptum, atque in colloquium venire ausa:
(108,14) "Quis furor, exclamat, pacem convertit in arma?
Quid nostrae meruere manus? Non Troius heros
hac in classe vehit decepti pignus Atridae,
nec Medea furens fraterno sanguine pugnat,
sed contemptus amor vires habet. Ei mihi, fata
hos inter fluctus quis raptis evocat armis?
Cui non est mors una satis? Ne vincite pontum
gurgitibusque feris alios immittite fluctus."
Der Kampf stand also noch gleich und drohte ungewöhnliche Formen anzunehmen, als der Steuermann es mit MĂŒhe und Not erzwang, dass Tryphaena wie ein Friedensbote Waffenstillstand ankĂŒndigte. Nach alter Sitte gelobten wir uns gegenseitig Treue, und sie holte vom Schutzgott des Schiffes einen Olivenzweig, hielt ihn in die Höhe und trat kĂŒhn unter uns mit den Worten:
"O, Rasende, die ihr den Frieden so in Kampf
Verwandelt! Worin haben wir gefehlt?
EntfĂŒhrt auf unserem Schiffe denn der Gast
Aus Troia die geraubte Helena?
VersĂŒndigt sich Medeas Eifersucht
Am Blute ihres Bruders? Ja, gewiss:
VerschmÀhte Liebesglut erweckt oft Kraft.
Weh mir! Wer bringt Entscheidung mit dem Schwert
In diesen Fluten? Ist wohl einer hier,
Der nicht mit einem Opfer sich begnĂŒgt?
Ihr wollt das Meer in seinem Wogenschwall
An Wut noch ĂŒberbieten, wollt dem Sturm
Noch zugesellen eigne Leidenschaft?"

(109,1) Haec ut turbato clamore mulier effudit, haesit paulisper acies, revocataeque ad pacem manus intermisere bellum. Utitur paenitentiae occasione dux Eumolpos, et castigato ante vehementissime Licha tabulas foederis signat, quis haec formula erat:

109. Als das Weib dies mit erregter Stimme vortrug, stockte der Kampf ein wenig: die HĂ€nde setzten aus im Streit und fanden sich zur Versöhnung bereit. Unser WortfĂŒhrer Eumolpos benutzt diese Gelegenheit zu dem Bekenntnis der Reue, setzt aber dem Lichas mit den heftigsten VorwĂŒrfen zu und entwirft dann einen Vertrag folgenden Wortlautes:

(109,2) "Ex tui animi sententia, ut tu, Tryphaena, neque iniuriam tibi factam a Gitone quereris neque, si quid ante hunc diem factum est, obicies vindicabisve aut ullo alio genere persequendum curabis; ut tu nihil imperabis puero repugnanti, non amplexum, non osculum, non coitum venere constrictum, nisi pro qua re praesentes numeraveris denarios centum. (109,3) Item, Licha, ex tui animi sententia, ut tu Encolpion nec verbo contumelioso insequeris nec vultu, neque quaeres, ubi nocte dormiat, aut, si quaesieris, pro singulis iniuriis numerabis praesentes denarios ducenos."

"In ehrlicher Gesinnung gelobst du, Tryphaena, dass du nicht wegen erlittenen Unrechts gegen Giton Klage erheben wirst, ihm keine VorwĂŒrfe machen und keine AnsprĂŒche erheben wirst wegen irgendwelcher Dinge, die sich vor dem heutigen Tag begeben haben, noch dass du sie auf irgendeine andere Weise geltend machen wirst; dass du ferner von dem Knaben nie etwas mit Gewalt erzwingen wirst, was ihm nicht erwĂŒnscht ist, weder Umarmung, noch Kuss, noch Beischlaf. Widrigenfalls verpflichtest du dich, in jedem Fall hundert Denare bar auszuzahlen. Desgleichen versprichst du, Lichas, in ehrlicher Gesinnung, dem Enkolpius weder mit einem beleidigenden Wort noch mit einem Blick entgegenzutreten, auch nicht nachzuforschen, wo er zur Nachtzeit schlĂ€ft; wenn du aber doch nachforschst, so wirst du fĂŒr jede einzelne Verfehlung zweihundert Denare bar auszahlen."
109,4) In haec verba foederibus compositis arma deponimus, et ne residua in animis etiam post iusiurandum ira remaneret, praeterita aboleri osculis placet. 109,5) Exhortantibus universis odia detumescunt, epulaeque ad certamen prolatae conciliant hilaritate concordiam. 109,6) Exsonat ergo cantibus totum navigium, et quia repentina tranquillitas intermiserat cursum, alius exultantes quaerebat fuscina pisces, alius hamis blandientibus convellebat praedam repugnantem. 109,7) Ecce etiam per antemnam pelagiae consederant volucres, quas textis harundinibus peritus artifex tetigit; illae viscatis inligatae viminibus deferebantur ad manus. Tollebat plumas aura volitantes, pinnasque per maria inanis spuma torquebat. Nachdem diese Friedensartikel aufgesetzt und unterzeichnet waren, legten wir die Waffen nieder, damit aber auch nach unserer Eidesleistung kein Funke von Hass in unserem Herzen bleibe, kamen wir ĂŒberein, durch VersöhnungskĂŒsse alles Vorausgegangene vergessen zu machen. Alle waren einverstanden. So legte sich die Hassstimmung. Speisen wurden auf den Kampfplatz gebracht und in heiterer Laune die Eintracht befestigt. Da erscholl das ganze Schiff von Gesang, und da eine plötzliche Windstille die Fahrt unterbrach, so jagte der eine mit dem Fischhaken aufschnellende Fische, ein anderer zog mit dem Köder seiner Angel die zappelnde Beute aus der Flut. Und sieh, auch Seevögeln ließen sich auf den Segelstangen nieder, die ein kundiger Vogelsteller mit aneinander gebundenen Leimruten berĂŒhrte, so dass sie an dem Leim hĂ€ngen blieben und zu den HĂ€nden heruntergeholt werden konnten. Die Federn erhoben sich in die LĂŒfte und wurden dann ein Spiel der Wellen, die unser Schiff umschĂ€umten.
8. Elegie und Hendekasyllaben des Eumolpus auf die Kahlköpfe Enkolpius und Giton. PerĂŒcken als Abhilfe (109,8 - 110,5)
109,8) Iam Lichas redire mecum in gratiam coeperat, iam Tryphaena Gitona extrema parte potionis spargebat, cum Eumolpus et ipse vino solutus dicta voluit in calvos stigmososque iaculari, donec consumpta frigidissima urbanitate rediit ad carmina sua coepitque capillorum elegidarion dicere: Lichas kam mit mir schon wieder in ein freundschaftliches VerhĂ€ltnis, Tryphaena bespritzte auch schon den Giton im Scherz mit den letzten Tropfen ihres Bechers, als Eumolpos, den auch der Wein schon ĂŒbermĂŒtig machte, Witze ĂŒber unsere gekennzeichneten Kahlköpfe zu machen anfing. Nachdem er seine höchst frostigen Witze erschöpft hatte, verfiel er wieder auf seine Poesie und machte auf unsere geraubten Locken folgende kleine Elegie:
109,9) "Quod solum formae decus est, cecidere capilli,
vernantesque comas tristis abegit hiemps.
Nunc umbra nudata sua iam tempora maerent,
areaque attritis ridet adusta pilis.
O fallax natura deum: quae prima dedisti
aetati nostrae gaudia, prima rapis.
"O weh, entschwunden sind
Die allerschönsten Locken.
So raubt ein rauher Wind
Des FrĂŒhlings BlĂŒtenflocken.
Die SchlÀfen stehen leer,
Es fehlt der Haare Schatten;
Wir sehn den Schmuck nicht mehr,
Den die Gefilde hatten.
Ihr Göttern, die ihr gabt
Den Schmuck verschwenderisch,
Jetzt Lust am Raube habt,
Wie seid ihr trĂŒgerisch!
109,10) Infelix, modo crinibus nitebas
Phoebo pulchrior et sorore Phoebi.
At nunc levior aere vel rotundo
horti tubere, quod creavit unda,
ridentes fugis et times puellas.
Ut mortem citius venire credas,
scito iam capitis perisse partem."
Dich muss ich tief beklagen:
Du trugst so schönes Haar,
Wie's nur die Götter tragen,
Das edle Zwillingspaar.
Doch jetzt von SpiegelglÀtte
Ein runder Pilz ins Feld,
Als ob's geregnet hÀtte,
Auf einmal hingestellt.
Die MĂ€gdlein musst du meiden
Aus Furcht vor ihrem Spott,
Bald gar vom Leben scheiden;
Dein Haar verfiel schon Gott."
(110,1) Plura volebat proferre, credo, et ineptiora praeteritis, cum ancilla Tryphaenae Gitona in partem navis inferiorem ducit, corymbioque dominae pueri adornat caput. (110,2) Immo supercilia etiam profert de pyxide, sciteque iacturae liniamenta secuta totam illi formam suam reddidit. (110,3) Agnovit Tryphaena verum Gitona, lacrimisque turbata tunc primum bona fide puero basium dedit. (110,4) Ego etiam si repositum in pristinum decorem puerum gaudebam, abscondebam tamen frequentius vultum intellegebamque me non tralaticia deformitate esse insignitum, quem alloquio dignum ne Lichas quidem crederet. (110,5) Sed huic tristitiae eadem illa succurrit ancilla, sevocatumque me non minus decoro exornavit capillamento; immo commendatior vultus enituit, quia flavum corymbion erat. 110. Er wollte, glaube ich, noch weiterdichten, noch Alberneres als das schon Gebotene, als eine Magd der Tryphaena den Giton in einen inneren Schiffsraum fĂŒhrte, und ihm einen PerĂŒckenschmuck ihrer Herrin aufsetzte. Sogar Augenbrauen zaubert sie aus ihrem SchminkkĂ€stchen hervor und zog den frĂŒheren Lauf der Linien so genau nach, dass sie ihm seine Schönheit völlig wiedergab. Da erst erkannte Tryphaena den wahren Giton wieder, brach in FreudentrĂ€nen aus und kĂŒsste den Knaben jetzt erst mit aufrichtiger Innigkeit. Ich freute mich zwar auch, dass er in seiner frĂŒheren Schönheit wiederhergestellt war, verbarg aber öfter mein eigenes Gesicht in der Überzeugung, dass ich so entsetzlich entstellt sein mĂŒsse, dass mich sogar Lichas einer Ansprache nicht fĂŒr wĂŒrdig halte. Aber die selbe Magd stand auch mir in meiner Trauer bei, rief mich beiseite und schmĂŒckte meinen Kopf mit einem nicht minder geschmackvoll Haarputz. Ja, er stand zu meinem Gesicht besonders gut, weil er aus blonden Haaren gearbeitet war. <...>
   
Übersetzung: nach L. Gurlitt  
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Sententiae excerptae:
w39
1814 A capillis usque ad ungues
  Von den Haaren bis zu den ZehennĂ€geln (Vom Scheitel bis zur Sohle)
  Petron.102,13
1875 Aliquando totum me, Fortuna, vicisti!
  Fortuna, jetzt hast du mich endlich ganz ĂŒberwunden!
  Petron.101,1
1829 An audirem sententias, cum fame morerer?
  HĂ€tte ich mir etwa schöne Reden anhören sollen, als ich vor Hunger fast gestorben bin?
  Petron.10,1
1877 Color arte compositus inquinat corpus, non mutat.
  KĂŒnstliche FĂ€rbung besudelt den Leib, verwandelt ihn aber nicht.
  Petron.102,15
1889 Contemptus amor vires habet.
  VerschmĂ€hte Liebesglut entlĂ€dt sich (oft) in Gewalt.
  Petron.108,14
1890 Cui non est mors una satis?
  Wer begnĂŒgt sich nicht mit einem Todesopfer?
  Petron.108,14
1884 Dediticiis hostibus parcimus.
  Wir schonen Feinde, die sich freiwillig ergeben.
  Petron.107,4
1878 Multa una oportet consentiant ratione, ut mendacium constet.
  Vieles muss widerspuchsfrei zusammenstimmen, wenn die TĂ€uschung gelingen soll.
  Petron.102,14
1885 Noli causam confundere, sed impone singulis modum.
  Bringe die Sache nicht durcheinander, sondern gib jedem Punkt seinen angemessenen Platz!
  Petron.107,7
1874 Nolo habere bona, nisi quibus populus inviderit.
  Lieber will ich kein GlĂŒck genießen, wenn mich nicht alle Welt darum beneidet.
  Petron.100,1
1872 Non commune est, quod natura optimum fecit?
  Sind nicht die schönsten Naturerzeugnisse Gemeingut?
  Petron.100,1
1892 O fallax natura deum: quae prima dedisti | aetati nostrae gaudia, prima rapis.
  O du trĂŒgerische Natur der Götter: Die Freuden, die du als erste unserer Jugend schenktest, nimmst du als erste hinweg!
  Petron.109,9
1881 Omnis vector nihil prius quaerit, quam cuius se diligentiae credat.
  Jeder Passagier kĂŒmmert sich zuerst darum, wem er sein Leben anvertraut.
  Petron.107,2
1882 Patimini liberos homines ire sine iniuria, quo destinant.
  Lasst freie Menschen ungehindert gehen, wohin sie wollen!
  Petron.107,3
1879 Patrimonii reliquias olere.
  Nach den Resten des vĂ€terlichen Vermögens duften. (An etwas sein ganzes Vermögen verschwenden).
  Petron.105,3
1891 Praeterita aboleri osculis placet.
  Ein Versöhnungskuss lĂ€sst Vergangenes vergessen.
  Petron.109,4
1887 Qui ignotos laedit, latro appellatur, qui amicos, paulo minus quam parricida.
  Wer Fremde schĂ€digt, heißt RĂ€uber, wer Freunde, den darf man fast dem Vatermörder gleich bewerten.
  Petron.107,11
1888 Quis furor, exclamat, pacem convertit in arma?
  Welche Raserei verwandelte den Frieden in Kampf?
  Petron.108,14
1883 Saevi quoque implacabilesque domini crudelitatem suam impediunt
  Selbst strenge, unversöhnliche Herren bezwingen ihre Grausamkeit.
  Petron.107,4
1873 Sol omnibus lucet.
  Die Sonne leuchtet fĂŒr alle.
  Petron.100,1
1830 Tardum est differre, quod placet.
  Man soll, was man vorhat, nicht auf die lange Bank schieben! (was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!)
  Petron.10,7
1876 Vestes quoque diutius vinctas ruga consumit, et chartae alligatae mutant figuram.
  Ein zu lange geschnĂŒrtes Gewand bekommt Falten, angenageltes Papier verĂ€ndert seine Form
  Petron.102,12
1880 Vide, ut possit illis ignosci, quos ad poenam ipse deus deduxit.
  Überlege, wie man die begnadigen darf, die die Gottheit selbst der Bestrafung zufĂŒhrt.
  Petron.106,3
1886 Vultum qui permutat, fraudem parat, non satisfactionem.
  Wer sein Aussehen verwandelt, sinnt auf Betrug, nicht auf VerstĂ€ndigung.
  Petron.107,8
Literatur:

86 Funde
3987  Achatz, I.
Petrons Satiricon als Spiegel zeitgenössischer literarischer und sozialer Ereignisse
Diss.Wien 1965
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Satura lanx. Eine Auswahl lateinischer Dichtung fĂŒr die Mittel- und Oberstufe. FĂŒr den Schulgebrauch zusammengestellt und erlĂ€utert. (Phaedrus, Ovidius, Catullus, Tibullus, Sulpicia, Propertius, [Properz], Horatius [Horaz], Martialis, Petronius, Ausonius, Ennius, Pacuvius, Accius, Lucilius).
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Ausdrucks- und Darstellungstndenzen in den urbanen ErzÀhlungspartien von Petons Satyricon
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Die Griechen und das Griechische in Petrons Cena Trimalchionis
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BeitrÀge zur Kritik und ErklÀrung Petrons
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Die kĂŒnstlerische Absicht in Petrons Satiren
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Petron. Saxtyricon. Ein rmischer Schelmenroman, ĂŒbersetzt und erlĂ€utert v. Harry C. Schnur
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Petronius. Satyrgeschichten, lateinisch und deutsch v. O.Schönberger
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Der Werwolf und die Hexen. Zwei SchauermÀrchen bei Petronius
in: WienStud.48,1930,149-178
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Petron 118,3
in: RhMus.107,1964,56-63
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4041  Stefenelli, A.
Die Volkssprache im Werk des Petron im Hinblick auf die romanischen Sprachen
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4042  Stoecker, Ch.
Humor bei Petron
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Die Verseinlagen im Petron
in: Philol. Suppl.25, H.2.Leipzig 1933
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Petronius' Satyticon and its Neronian Conrext
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Petron 39 und die Astrologie
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4045  Walsh, P.G.
Eumolpus, the Halosis Troiae, and the De Bello Civili
in: Class.Philol. 63,1968,208-212
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4046  Weinreich, Otto
Römische Satiren. Mit einem Essay zum VerstÀndnis der Werke
Hamburg 1962
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4047  Zeitlin, F.I.
Romanus Petronius. A Study of the Troia Halosis and the Bellum Civile
in: Latomus 30,1971,56-82
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