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HISTORIA APOLLONII REGIS TYRI

Cap.1-51

 
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HISTORIA APOLLONII REGIS TYRI
22
DIE GESCHICHTE DES KÖNIGS APOLLONIUS VON TYRUS
22

Apollonius willigt in den Herzenswunsch der Königstochter und ihres Vaters ein.

(22) Et tenens manum iam genero, non hospiti, ingreditur domum regiam. Ipso autem Apollonio relicto rex solus intrat ad filiam suam dicens: "Dulcis nata, quem tibi elegisti coniugem?" Puella vero prostravit se ad pedes patris sui et ait: "Pater carissime, quia cupis audire natae tuae desiderium: illum volo coniugem et amo, patrimonio deceptum et naufragum, magistrum meum Apollonium; cui si non me tradideris, a praesenti perdes filiam!" 22. Indem er ihn, der schon sein Schwiegersohn und nicht mehr bloß ein Gast für ihn war, bei der Hand nimmt, geht er zum Königspalast zurück. Der König aber lässt den Apollonius allein und begibt sich in das Zimmer seiner Tochter. "Liebe Tochter", redete er sie an, "sag mir, wen du zum Gemahl erzählt hast." Das Mädchen aber fiel dem Vater zu Füßen und sprach: "Teuerster Vater, da du den Wunsch deiner Tochter hören möchtest, so wisse, dass ich den um sein Erbe betrogenen Schiffbrüchigen zum Gemahl begehre und liebe, meinen Lehrmeister Apollonius; gibst du mich ihm nicht, so ist es sogleich um deine Tochter geschehen."
Et cum rex filiae non posset ferre lacrimas, erexit eam et alloquitur dicens: "Nata dulcis, noli de aliqua re cogitare, quia talem concupisti, ad quem ego, ex quo eum vidi, te coniungere optavi. Sed ego tibi vere consentio, quia et ego amando factus sum pater."
Da der König seine Tochter nicht weinen sehen konnte, richtete er sie auf und spricht sie mit den Worten an: "Liebe Tochter, mache ihr keine Gedanken darüber; denn dein Verlangen gilt dem, dem auch ich, seit ich ihn sah, dich zu verbinden wünschte. Von ganzem Herzen willige ich in dein Begehren: war es doch auch die Liebe, die mich zum Vater machte."
Et exiens foras respiciens Apollonium ait: "Magister Apolloni, quia scrutavi filiam meam, quid ei in animo resideret nuptiarum causa, lacrimis fusis multa inter alia mihi narravit dicens et adiurans me ait: 'Iuraveras magistro meo Apollonio, ut, si desideriis meis vel doctrinis paruisset, dares illi, quidquid iratum abstulit mare. Modo vero, quia paruit tuis praeceptis et obsequiis ab ipso tibi factis et meae voluntati in doctrinis, aurum, argentum, vestes, mancipia aut possessiones non quaerit, nisi solum regnum, quod putaverat perdidisse, tuo sacramento per meam iunctionem hoc ei tradas!' Danach verließ er das Zimmer, ging zu Apollonius und sagte. "Meister Apollonius, ich habe bei meiner Tochter geforscht, wie sie wegen ihrer Verheiratung denkt; da hat sie mir denn unter einem Strom von Tränen neben anderem gesagt und mich dabei beschworen: 'Du hattest meinem Lehrer Apollonius zugeschworen, wenn er sich meinen Wünschen und meiner Ausbildung geneigt zeige, so wollest du ihm alles ersetzen, was ihm das erboste Meer hinwegnahm. Nun aber, da er deinem Ansinnen nachkam und er mit seiner Unterweisung deinen und meinen Wunsch erfüllte, steht sein Sinn nicht nach Gold und Silber, nach Gewand und Knechten oder Grundbesitz, sondern nach einem Königtum, das ihm, wie er meint, verloren ging. So mache denn deinen Schwur wahr und gib es ihm, indem du mich ihm zu eigen gibst.' -
Unde, magister Apolloni, peto, ne nuptias filiae meae fastidio habeas!" Apollonius ait: "Quod a deo est, sit, et si tua est voluntas, impleatur!" Daher bitte ich dich, Meister Apollonius, sei einer Verbindung mit meiner Tochter nicht abgeneigt!" Apollonius sagte: "Was von Gott kommt, das mag geschehen, und wenn es dein Wunsch ist, so gehe er in Erfüllung!"
Text nach der Ausgabe von Gareth Schmeling, Übersetzung nach R.Peters. Bearbeitet v. E.Gottwein
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Aufgabenvorschläge:
 
Sententiae excerptae:
w38
Literatur:

4 Funde
3561  Bömer, F.
Tityrus und sein Gott
in: WJb N.F.4,1949/50, 61-70
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4108  Peters, Richard
Die Geschichte des Königs Apollonius von Tyrus, der Lieblingsroman des Mittelalters. Eingeleitet und nach der ältesten lateinischen Textform zum erstenmal übersetzt von Richard Peters
Berlin, Leipzig (J.Hegner) o.J. (ca. 1904)
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4109  Schmeling, Gareth
Historia Apollonii regis Tyri, edidit G.Schmeling
Leipzig (Teubner) 1988
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4110  Weymann, G.
Nodus Virginitatis
in: Rh.Mus.64,1909, S. 156-157
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